Flüchtlingsunterbringung: Besseres Management zwischen den Verantwortlichen nötig

Motto des Weltflüchtlingstages "a place to call home" in Österreich für viele Flüchtlinge nur Wunschtraum

Wien (OTS) - Die Präsidenten der vier Hilfsorganisationen Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz und Volkshilfe appellieren anlässlich des Weltflüchtlingstages an alle Verantwortlichen, diesen "Denktag" nicht ungenützt verstreichen zu lassen. "Es gibt in der Flüchtlingsfrage eine Menge an Herausforderungen zu bewältigen, die nur gemeinsam zu schaffen sind", erinnert Caritas-Präsident Franz Küberl an das Solidaritätsprinzip. Fünf Hürden sind nach Meinung der Hilfsorganisationen zu überwinden, damit das Thema des Weltflüchtlingstages "a place to call home" auch für betroffene Kinder, Frauen und Männer in Österreich Realität werden kann.

Die Hilfsorganisationen fordern erstens, dass alle Bundesländer rasch ihre Quoten erfüllen. "Der guten Tradition Österreichs als Asylland angemessen wäre es, wenn Länderquoten nicht als Maximalforderungen verstanden würden, sondern als selbstverständliche humanitäre Verpflichtung, wo auch einige Plätzen mehr kein Problem darstellen dürften", verlangt der Direktor der Diakonie, Michael Chalupka.

Zweitens: Das Management zwischen Bund und Ländern muss sich wesentlich verbessern. "Die betroffenen Flüchtlinge dürfen nicht zum Spielball einer schlechten Koordination werden", so Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.

Als dritten Verbesserungsvorschlag nennen die Hilfsorganisationen die Asylverfahren. "Qualität und Tempo der Abwicklung müssen steigen, was aber nur durch eine Aufstockung von Personal möglich sein kann", so Josef Waidenholzer, Präsident der Volkshilfe

Viertens: Der Bund muss wie im Gesetz vorgesehen, dringend Reserveaufnahmekapazitäten schaffen, damit Flüchtlinge nicht auf der Straße stehen, wenn es zu Engpässen in der Unterbringung kommt.

Und schließlich mahnen die Präsidenten der Hilfsorganisationen den Willen zur Zusammenarbeit ein. Die Aufgaben sind lösbar, wenn alle zusammenarbeiten - dazu gehören Bürgermeister sowie die Verantwortlichen in Bund und Länder und natürlich auch die Hilfsorganisationen. Die Klärung dieser Aufgaben kann mithelfen, dass Flüchtlingen, die oft eine sehr schwere Zeit hinter sich haben und aller Perspektiven beraubt wurden, wieder einen Platz finden, wo Neubeginn und Zukunft möglich wird.

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich, Gabriela Sonnleitner, 0664-3846611
Diakonie Österreich, Michael Chalupka, 0664-3149396,
Österreichisches Rotes Kreuz, Berhard Jany, 0664-26 47 602,
Volkshilfe Österreich,Erwin Berger, 0676-83 40 2215,

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