Muttonen über Bildungspolitik der Bundesregierung: "Starres Denken und verkrustete Strukturen"

Wien (SK) "Diese Dringliche von heute macht zwei Dinge ganz deutlich, erstens, dass sich die Abgeordneten der derzeitigen Regierungsparteien vor einer Besprechung der Eurofighter fürchten, zweitens, dass sie die Vorgänge in der Schulpolitik nicht verstehen", so SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen am Donnerstag im Nationalrat. Die SPÖ wolle eine "Gesamtschule", die nicht trennt, sondern zusammenhält und fördert, während die Regierung eine Trennung in "vermeintliche Eliten und den Rest" wolle. "Wir wollen eine Ganztagsschule mit einer pädagogisch sinnvollen Zeiteinteilung und keine Aufbewahrung am Nachmittag, wie sie das wollen", kritisierte Muttonen die Bundesregierung, welche sich offenbar aus ihrem "starren Denken und verkrusteten Strukturen nicht herauslösen" könne, so die SPÖ-Abgeordnete.****

Die SPÖ wolle eine Schule, die integriert und Möglichkeiten biete nach der eigenen Geschwindigkeit und nach eigenen Talenten zu persönlichen Höchstleistungen zu gelangen: "Die Regierung will alle über einen Kamm scheren, letztendlich wollen sie alle gleich machen", empörte sich Muttonen. Die SPÖ stehe für eine Vielfalt in den Chancen, Möglichkeiten und in den Resultaten, unterstrich Muttonen, während die Regierung genau dort kürze, wo es um Kreativität, Innovation und Beweglichkeit geht. Verantwortlich zeige sich die Regierung nicht, ihre Antwort sei "schulautonom": "Wenn sie immer und überall ihre politische Verantwortung auslagern, dann frage ich mich, wozu wir diese Regierung überhaupt noch brauchen", unterstrich Muttonen.

"Querdenken, Quereinsteigen, Beweglichkeit und der konstruktive Umgang mit Unterschiedlichkeiten in unserer Gesellschaft" seien explizit gefragt und auch von der Wirtschaft eingefordert, dies sei jedoch der Bundesregierung entgangen, bedauerte Muttonen. Sie verwies auf einen Bericht des Weltwirtschaftsforums zur "Wirtschaftsdynamik und Innovationsfähigkeit". Finnland komme an den ersten Platz, während Österreich an letzter Stelle in dieser Studie liege, sagte Muttonen.

Muttonen kritisierte die fehlende politische Verantwortung der Bundesregierung und verwies auch auf das Chaos rund um das Kunsthistorische Museum. Die SPÖ wollte die Vorgänge rund um den Raub der Saliera, sowie die Käufe und Verkäufe des Privatmannes und Direktors des KHMs im Parlament diskutieren, jedoch entziehe sich Ministerin Gehrer immer wieder dieser Diskussion, so Muttonens Kritik. (Schluss) sk

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0024