JAKOB AUER: HANDEL FEIERT GEBURTSTAGE AUF KOSTEN DES HANDELS

Wien, 17. Juni 2004 (ÖVP-PK) "Die Gesetzesnovellen bringen klare Antworten, die von den Bauern auch erwartet werden", reagierte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Jakob Auer in der Plenardebatte zum Agrarrechtsänderungsgesetz auf die Kritik der Opposition. In den acht Gesetzesänderungen werden etwa im Pflanzenschutzbereich neue Fixierungen und Verwaltungsvereinfachungen gesetzt. Im Gentechnik-Bereich werden rechtliche Schritte abgesichert und im Bereich der Gesundheits- und Ernährungsagentur bzw. bei der Neugestaltung des Bundeszentralamtes für Wald werden wichtige Zuordnungen für Kosten und Vollrechtsfähigkeit vorgenommen. ****

"Die Würze der österreichischen Landwirtschaft soll - so sagen ja alle - im Feinkostenladen abgesichert werden. Dazu aber braucht es Märkte mit konkreten Positionierungen. Dazu braucht es aber auch eine Marke und ein Marketing mit genügend finanziellen Mittel, um diese zu bewerben und die Absatzmöglichkeiten abzusichern." Für den ÖVP-Abgeordneten haben es vor allem der Konsument und der Handel in der Hand, ihr Bekenntnis zur österreichischen Landwirtschaft abzugeben. "Aber was macht der Handel? Mit Schleuderaktionen werden Geburtstage auf Kosten der Bauern gefeiert!", kritisiert Auer.

Kritik übte Auer auch an den Einwendungen der Oppositionsparteien, die noch mehr Kontrollen und Auflagen einfordert. "Zusätzliche neue Bedingungen und Hindernisse steigern die Produktionskosten der bäuerlichen Familienbetriebe. Wer, wenn nur mehr die Großen, können das dann auch erfüllen", verweist Auer darauf, dass bereits 60 Prozent der bäuerlichen Betriebe im Nebenerwerb geführt werden. "Und die Zahl derer, die das tun müssen, steigt ständig!" 44 Prozent der Betriebe bewirtschaften weniger als 10 ha, 18 Prozent liegen noch darunter und 21 Prozent bewirtschaften eine Kulturfläche von 10 bis 20 ha. "Gerade der ländliche Raum ist abhängig vom Funktionieren der bäuerlichen Betriebe und deren Investitionsfähigkeit. Wir müssen vor allem die kleineren stärken", fordert Auer.
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