Generalversammlung der Nö. Gebietskrankenkasse: 1,3 Mrd. Euro für die Gesundheit

St.Pölten (OTS) - Mehr als 1,3 Milliarden Euro hat die Nö. Gebietskrankenkasse im vergangenen Jahr für die Gesundheit ihrer Kunden ausgegeben. Allerdings betrug im Jahr 2003 die Unterdeckung pro Versichertem 92 Euro.

Der Grund für die Unterdeckung ist, dass die Beitragseinnahmen (1.109 Mio.Euro) deutlich hinter den Leistungsausgaben (1.338 Mio.Euro) zurückhinkten. KR Gerhard Hutter, Obmann der NÖGKK: "Gerade in Niederösterreich haben wir mit speziellen Strukturproblemen zu kämpfen, vor allem mit unterdurchschnittlichen Beiträgen und einem überdurchschnittlich hohen Pensionistenanteil." Konkret: Die Beiträge pro Erwerbstätigem lagen im vergangenen Jahr um 38 Euro unter dem Österreichschnitt. Überdurchschnittlich hoch ist dagegen der Pensionistenanteil mit 36 % (Österreichschnitt: 31 %). Die Unterdeckung zwischen Beitragseinnahmen und Leistungsaufgaben liegt bei dieser Versichertengruppe bei 50 Prozent. Hutter: "Das sind in Summe 347 Mio.Euro. Dazu ist klar zu sagen: Die Pensionisten sind eine wichtige Klientel, die wir gerne betreuen. Und sie brauchen auch nicht mehr Leistungen als in anderen Bundesländern - nur haben wir halt nach dem Burgenland die meisten Pensionisten. Daher fordern wir einen gerechten finanziellen Ausgleich dieser Strukturnachteile." Zusätzlich verschärft wurde die finanzielle Situation der NÖGKK durch die hohe Arbeitslosigkeit (hier wurden die Beiträge pauschaliert und auf dem Stand 2001 eingefroren) und den Rückgang bei den Erwerbstätigen.

"Die Nö. Gebietskrankenkasse sichert jede notwendige medizinische Behandlung - unabhängig von Einkommen und Alter", betont Obmann Hutter. Der von der Generalversammlung beschlossene Rechnungsabschluss wies allein für ärztliche Hilfe Ausgaben von 350 Mio.Euro, für Anstaltspflege und Hauskrankenpflege 340 Mio.Euro und für Heilmittel 330 Mio.Euro aus. Deutlich gesenkt werden konnten die Ausgaben für Verwaltung, die nur mehr 2,5 % der Leistungsausgaben betragen. Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit musste die Generalversammlung insgesamt ein Minus von fast 70 Mio.Euro hinnehmen, das allerdings durch Rücklagen abgedeckt ist.

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