Wittmann: "Sport spielt in der Gesundheitsprävention eine sehr maßgebende Rolle"

Wien (SK) "Die Kosten aus den Sportunfällen sind wesentlich geringer als jener Nutzen, der im Gesundheitswesen dadurch entsteht, dass es weniger Herzerkrankungen und Rauchererkrankungen gibt", betonte SPÖ-Sportsprecher Peter Wittmann am Mittwoch im Nationalrat. Allerdings wurde die Sportförderung in letzter Zeit nicht erhöht, denn die "letzte Erhöhung in namhaften Beträgen fand unter der letzten großen Koalition statt", erklärte Wittmann und stellte klar, dass sich der "zuständige Sportminister" nicht um das Budget des Sports kümmern würde: "Die Kürzungen für die Mittel im Sport sind der falsche Weg". ****

Die Ergebnisse einer Studie, die vom Sozialministerium und vom BSO in Auftrag gegeben wurde, belegen, dass "man etwa 4,2 Milliarden Schilling für die Unfallkosten ausgibt wobei der Nutzen, der durch Sport entsteht, bei 7,8 Milliarden Schilling liegt", stellte Wittmann klar. Jeder Schilling, der in den Sport gesteckt werde, würde "zwei Schilling im Bereich des Gesundheitswesen" ersparen. Dennoch seien die Beträge der Sportförderung "praktisch eingefroren", kritisierte Wittmann.

Vertretern des Sports sei es nicht gelungen, einen Termin beim Bundskanzler als zuständigen Sportminister oder beim Finanzminister zu bekommen, sagte Wittmann. Jetzt, wo die Budgets verhandelt werden, müsse man auch darüber sprechen, dass die Sportförderung erhöht wird. Die BSO habe sich bereits seit 20. Jänner um einen Termin beim Bundeskanzler bemüht, doch bis heute habe er es nicht der Mühe wert gefunden, die Vertreter des Sports zu empfangen, kritisierte Wittmann: "Ein Termin, der gestern stattfinden hätte sollen, wurde unter fadenscheinigen Ausreden abgesagt. "Der Bundeskanzler habe sich dabei auf die "Vorbereitung eines Gipfels" berufen, der am Freitag stattfinde. "Auszeichnungen zu vergeben, genügt nicht", kritisierte Wittmann das mangelnde Engagement des Bundeskanzlers.

Auch die Schulstunden im Sportbereich, die für die Kinder besonders wichtig seien, wurden gekürzt, kritisierte Wittmann weiter:
"Sie treten für mehr Bewegung ein und gerade in den Schulen, wo Kinder dafür gewonnen werden können, lebenslänglich beim Sport zu bleiben, werden Stunden eingespart". Man könne nicht einerseits für die Wichtigkeit der Gesundheitsprävention eintreten und andererseits die Mittel für Sport, die "Ausbildung für die Sportlehrer und Trainer" kürzen, so Wittmann abschließend. (Schluss) gg

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006