Pröll: Zukunftspotenzial mit Exportinitiative 1-24 nutzen

Landwirtschaftsminister eröffnet Präsentation 43 österreichischer Firmen in Warschau

Wien (AIZ) - "Wir haben Polen als erstes Ziel unserer Exportinitiative nach der Erweiterung der EU gewählt, weil Polen ein großer Zukunftsmarkt ist", sagte Landwirtschaftsminister Josef Pröll heute bei der Eröffnung der sechsten Station der Initiative seines Hauses und der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), "Export 1-24" für österreichische Lebensmittelexporte, in Warschau. Von den bei der Erweiterung 100 Mio. neu in die EU hinzugekommenen Konsumenten lebten 38 Mio. in Polen und Polens Wirtschaft sei mit 4 bis 5% im ersten Quartal 2004 deutlich mehr gewachsen als der Durchschnitt der EU, wobei aber der Lebensmittelkonsum der Polen noch unter dem EU-Schnitt liege. "Damit haben wir ein großes Zukunftspotenzial vor uns", so Pröll.

Pröll zeigte sich "überrascht", dass Österreichs Agrarhandelsbilanz mit Polen zuletzt negativ gewesen ist. "Wir wollen heute damit beginnen, diese Scharte in unserer Handelsbilanz auszuwetzen", sagte der Minister. Polens Landwirtschaftsminister Wojciech Olejniczak, der der Präsentation von 43 österreichischen Firmen der Lebensmittelindustrie in einem Warschauer Nobelhotel seine Aufwartung machte, konterte, dass auf dem großen Tisch der EU Platz für viele Lebensmittel aus vielen Ländern sei, und: "Lassen wir die Handelsbilanz in Ruhe, machen wir lieber alles, dass wir unsere Umsätze steigern." Olejniczak erhielt von Pröll einen Rucksack mit österreichischen Lebensmitteln, denn, so Pröll, "ein Minister braucht für seine Arbeit auch die entsprechende Unterstützung mit Nahrungsmitteln - schau'n Sie nur mich an".

WKO-Vizepräsident Richard Schenz wies darauf hin, dass die ersten Stationen der Exportinitiative bei Österreichs Nachbarn stattgefunden haben, Polen aber auch quasi ein Nachbar sei. Aus Respekt vor der Größe des Marktes in Polen habe man jetzt diesen Zeitpunkt gewählt. Auch Schenz sieht in Polen und den anderen Beitrittsländern noch ein großes Potenzial: Vor seinem EU-Beitritt habe Österreich 1994 Lebensmittel im Wert von EUR 700 Mio. in die damalige EU exportiert, 2002 in die EU-15 Lebensmittel im Wert von schon EUR 2,8 Mrd. Der Export von Lebensmitteln in die neuen Beitrittsländer vor der Erweiterung hatte einen Wert von EUR 380 Mio. - für Schenz, so gegenüber den 43 in Warschau vertretenen Exporteuren, ist dies ebenfalls "eine Chance".
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