Schüssel: Oswald Oberhuber ist einer der wichtigsten Künstler der 2. Republik

Bundeskanzler Schüssel ehrt Künstler Oswald Oberhuber

Wien (OTS) Bundeskanzler Wolfgang Schüssel überreichte heute dem Maler, Bildhauer und Grafiker Oswald Oberhuber das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. "Oswald Oberhuber ist einer der wichtigsten Künstler der 2. Republik. Er liebt es, Gesetzmäßigkeiten und Reglements außer Kraft zusetzen und sie hinter sich zu lassen. Sein Gesamtwerk zeichnet sich durch unglaubliche Vielfalt aus, als Beweis seiner vielschichtigen Begabung und hohen persönlichen Durchsetzungskraft", begründete der Bundeskanzler die Auszeichnung.

Das Motto der letzten Ausstellung von Oswald Oberhuber "Mutatione -permanente Veränderung" könne als Lebenslinie des Künstlers bezeichnet werden, so Schüssel und erinnerte daran, dass Oberhuber bereits mit 25 Jahren in einem Manifest zur "permanenten Veränderung in der Kunst" aufgerufen habe. Dies sei eine fundamentale Aussage über die Moderne an sich. "Die Moderne ist außerstande sich auf einen bestimmten Stil festzulegen, sie basiert auf einem schier unendlichen Pluralismus, der nur einem einzigen Gesetz unterliegt: dem der permanenten Veränderung", betonte der Bundeskanzler. Diese Logik der Moderne könne auch auf das Leben selbst umgelegt werden. So sei die Moderne Lebensform von einer Dynamik gekennzeichnet, die vorhergehenden Generationen unvorstellbar war. "Lösungen, die sich durch Jahrzehnte bewährt haben, verlieren innerhalb weniger Sekunden ihre Gültigkeit, wir sind verpflichtet, uns ständig in einem trial and error Prozess neu zu definieren", so Schüssel. "Dass die Kunst eine Vorreiterrolle im gesellschaftlichen Prozess spielt, dass ihr eine höhere Sensibilität zu eigen ist, diese Feststellung ist irgendwie zur Phrase geworden. Bei Oswald Oberhuber hat sich das tatsächlich abgespielt: Hier hat ein Künstler seine Zeit und die ihr zwingende Dynamik begriffen. Oswald Oberhuber hat immer für eine offene Zukunft plädiert. Wie er selbst sagt: Wenn man etwas Neues macht, dann braucht man viel Kraft, um das Alte zu vergessen", so der Bundeskanzler abschließend.

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