Merrill Lynch und Capgemini: Anzahl vermögender Investoren in Nordamerika und Asien stark zunehmend

Zahl der österreichischen Millionäre bleibt auf demselben Niveau

Wien/New York (OTS) - Das Vermögen wohlhabender Privatanleger ist im vergangenen Jahr um 7,7 % gestiegen. Es erreichte damit wieder das Niveau von vor der Rezession. Vor allem in Nordamerika und Asien konnten deutliche Wachstumsraten verzeichnet werden, während in Europa, dem nahen Osten und in Lateinamerika die Vermögen nur wenig zulegten. In Österreich blieb die Zahl wohlhabender Privatpersonen im Vergleich zu 2003 bei 60.000. Das Gesamtvermögen der österreichischen HNWI´s (High Net Worth Individuals) erhöhte sich auf 163 Milliarden von zuvor 162 Milliarden US-Dollar. Dies geht aus dem heute von Capgemini und Merrill Lynch vorgelegten World Wealth Report 2004 hervor.

Weltweit gab es am Jahresende 2003 geschätzte 7,7 Millionen HNWI`s, das sind 7,5 % oder 500.000 wohlhabende Privatanleger mehr als im Vorjahr. Deren Gesamtvermögen erhöhte sich der Studie zufolge um 7,7 % auf 28,8 Billionen US-Dollar. Als HNWI´s gelten Privatanleger mit einem Finanzvermögen von jeweils mehr als einer Million US-Dollar ohne Berücksichtigung von Immobilienbesitz. In den USA wurden zum Jahresende 2003 mit insgesamt 2.270.000 rund 272.000 HNWI´s oder 14 % mehr als im Vorjahr gezählt.

Auch China und Indien zeigten im vergangenen Jahr mit Steigerungen von 12 beziehungsweise 14 % deutliche Zuwächse bei der Zahl der HNWI´s, während Europa, der Nahe Osten und Lateinamerika nur auf eher bescheidene Zuwachsraten kamen. "Wie schon in den vergangenen Jahren haben die High Net Worth Individuals schnell auf globale Trends reagiert, die ihre Fähigkeit zur Bewahrung und zum Ausbau ihres Wohlstandes beeinflussen", sagt Achim Küssner, Geschäftsführer von Merrill Lynch Investment Managers für Deutschland und Österreich. "Zugute kam Ihnen dabei die starke Rallye an den Aktienmärkten und das solide, weltweite Wirtschaftswachstum. Insbesondere wohlhabenden Anlegern in den USA, China und Indien ist es gelungen, aus diesen Trends trotz großer geopolitischer Unsicherheiten Kapital zu schlagen."

Europa, Lateinamerika und der nahe Osten blieben zurück

Während die Zahl der Wohlhabenden in Asien und Nordamerika stark anstieg, zeigte Europa mit einem Anstieg um 2,4 % auf 2,6 Millionen HNWI´s einen eher bescheidenen Zuwachs. Das Vermögen der wohlhabenden Privatanleger in der Region erhöhte sich auf 8,7 Billionen US-Dollar. Weiterhin bleibt das durchschnittliche Vermögen der HNWI´s in Europa auf insgesamt niedrigerem Niveau als in Nordamerika, vor allem wegen restriktiver Einkommenssteuer-Gesetze, die den Aufbau von privatem Vermögen erschweren. Bemerkenswerte Ausnahmen bilden in diesem Zusammenhang Spanien, Russland und die Tschechische Republik, wo die Anzahl der wohlhabenden Privatanleger schneller zunahm. Lateinamerika erging es 2003 besser als in den Vorjahren, aber das Wachstum sowohl der Anzahl als auch des Vermögens der HNWI´s war trotz der beeindruckenden Gewinne an den Aktienmärkten der Region relativ niedrig. Die Zahl der lateinamerikanischen HNWI´s erhöhte sich im vergangenen Jahr nur um 1,3 %, sie verfügen dafür aber im Vergleich zu den HNWI´s aller anderen wichtigen Regionen weiterhin über das größte Durchschnittsvermögen. Im Nahen Osten erhöhte sich die Zahl der HNWI´s im vergangenen Jahr um 2,4 %.

Der Trend zu einem anhaltenden Anstieg des weltweiten Wohlstandes sollte intakt bleiben. Der World Wealth Report prognostiziert ein Wachstum des Finanzvermögens der HNWI´s um jährlich 7 %, sodass bis zum Jahr 2008 die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten wird.

Umschichtungen in Aktien und Alternative Investments

"HNWI´s haben 2003 von substanziellen Gewinnen existierender Aktienbestände ebenso profitiert wie von neu aufgebauten Aktienpositionen", sagt Reinhard Berger, Experte für Investment-Banking bei Capgemini. "Die HNWIs gehörten zu den ersten Investoren, die damit begonnen haben, ihren Schwerpunkt von festverzinslichen Wertpapieren mit niedriger Rendite zurück zum Aktienbereich, zu Spezialprodukten und zu alternativen Investments zu verlagern. Angesichts eines stabilen Investment-Klimas und niedriger Zinssätze während des vergangenen Jahres haben wohlhabende Privatanleger in vielen Regionen der Welt ihre Allokation bei Hedge-Fonds und strukturierten Produkten erhöht, die ansehnliche Erträge brachten und für Ausgeglichenheit in den Portfolios sorgten. Zudem haben sich Immobilien schon im zweiten Jahr in Folge als attraktiv für HNWI´s erwiesen, obwohl sie generell nicht als liquide Anlageform gelten."

"So wie es aussieht, haben die HNWI´s im vergangenen Jahr alles richtig gemacht", erklärt auch Achim Küssner von Merrill Lynch Investment Managers. "Sie haben ihre Exposition gegenüber Aktien erhöht, die andere Asset-Klassen in der Wertentwicklung übertrafen. Neben der richtigen Gewichtung der Aktienquote ist es wichtig, dass Anleger global investieren, die Zusammensetzung von Rentenportfolios überdenken, die Anlage in Rohstoffen und unkorrelierte Investments erwägen und überschüssige Barmittel jetzt wieder investieren."

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