Neue Technikprofessuren für Uni Klagenfurt

LH Haider: Entscheidender Impuls für Universität - Vorfinanzierung durch KWF - Neuer Finanzierungsschlüssel zwischen Land und Gemeinden für künftige FH-Lehrgänge

Klagenfurt (LPD) - Sechs neue technikorientierte Stiftungsprofessuren sollen an der Universität Klagenfurt eingerichtet werden. Das gab heute, Dienstag, Landeshauptmann Jörg Haider im Anschluss an die Regierungssitzung bekannt. Die Vorfinanzierung soll über den Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) bis zum Jahre 2008 erfolgen, danach sollen die Fachbereiche aus dem Budget der Universität bzw. des Unterrichtsministeriums finanziert werden. Ebenfalls festgelegt wurde von der Landesregierung eine Änderung des Finanzierungsschlüssel zwischen Land und Gemeinden für neue Lehrgänge an den Fachhochschulen.

Mit den neuen Fachbereichen wolle das Land für die Universität einen entscheidenden Impuls auslösen, erklärte Haider. Konkret werden beginnend mit Herbst 2004 folgende Professuren eingerichtet: Mobile Systeme bzw. Kommunikationstechnologie, Verkehrsinformatik, Methoden des Systementwurfs (Embedded Systems), Hardwareentwicklung im Bereich intelligenter Mikrokomponenten (Pervasive Computing), Media Engineering und Servicerobotik. Angestrebt werde dabei auch die Verknüpfung mit der außeruniversitären Forschung, die Unterbringung der neuen Lehrkanzeln soll im Lakeside Science & Technology Park erfolgen. Die Summe der Vorfinanzierung durch den KWF beträgt rund 7,2 Mio. Euro.

Laut Haider wolle man damit die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in Kärnten verstärken und das Bundesland zur nachhaltigsten Region der EU machen. Der Ausbau der Klagenfurter Universität sei im technischen Fachbereich absolut notwendig und solle Kärnten als High-Tech-Standort positionieren sowie für Betriebsansiedlungen attraktiv machen. Somit werde Kärnten zum bedeutenden Ausbildungsort im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Telematik.

Eine weitere Neuerung soll es im Bereich der Kärntner Fachhochschulen geben. Bisher seien die Lehrgänge zu 50 Prozent vom Bund finanziert worden, die restlichen 50 Prozent hätten sich Land und Standortgemeinde zu je der Hälfte geteilt, erklärte der Landeshauptmann. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten in bestimmten Kommunen sei nun für künftig neu eingeführte Kurse ein Schlüssel von 70 zu 30 Prozent zulasten des Landes vereinbart worden. Weiters sagte Haider, dass Wolfsberg sich um den Lehrgang Public Management beworben habe, der von der Fachhochschule Spittal/Drau abgezogen werden könne. Wolfsberg könne somit in den Kreis möglicher FH-Standorte aufgenommen werden, so der Landeshauptmann.
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