Industrie: Standortqualität verlangt Bildungsqualität

Industrie begrüßt Qualitätsreform im Schulwesen - Hohe Erwartung in die Umsetzung

Wien (PDI) - Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die heute im Ministerrat verabschiedeten Initiativen von BM Elisabeth Gehrer, die einen umfassenden Reformprozess zur Verbesserung der Schulqualität in Österreich einleiten sollen. Es ist gelungen in einer einjährigen intensiven Diskussion auf Grundlage der umfassenden Analyse der "Zukunftskommission" auf die wesentlichen Fragen für die Entwicklung des österreichischen Schulwesens Antworten zu finden und Vorschläge für die Umsetzung zu erarbeiten.
Es sei kein Zufall, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen wie Schulmanagement, Professionalisierung des Lehrberufes, etc. sich mit den Vorschlägen der europäischen Industrie z.B. im von der IV maßgeblich mitgestalteten Programm "Empowering the Teaching Profession and Modernizing School Management" sowie den IV Positionen "SCHULE.NEU.GESTALTEN" decken.

Nur mit hohen Zukunftsinvestitionen von öffentlicher Hand und Unternehmen, die auch im Schulwesen gezielt, wirksam und effizient eingesetzt werden müssen, können Wirtschaftswachstum erreicht, Wettbewerbsfähigkeit erhalten, Beschäftigung geschaffen und Wohlstand gesichert werden. Qualität und Verlässlichkeit der Schule auch im internationalen Vergleich sind eine der wichtigsten Grundlagen für internationale Wettbewerbsfähigkeit einer global agierenden Industrie. Die Attraktivität des Innovationsstandortes Österreich kann nur durch das Bündeln von Bildungs- und Wissenskompetenz gehalten und verbessert werden.

Schlüsselbereiche: Professionalisierung des Lehrberufs, Schulmanagement, Wirtschaftsnähe

Drei Schlüsselbereiche sind für Schulqualität aus Sicht der Industrie von besonderer Bedeutung:
* Die Professionalisierung des Lehrberufes, Zugang zum Lehrberuf, leistungsbezogene Entlohnung und Weiterbildung
* ein effektives Schulmanagement darf unternehmerisches Arbeiten auch im "Dienstleistungsunternehmen" Schule möglich machen und
* eine Ausrichtung der Bildungsarbeit und -inhalte an zukünftigen Arbeits- und Berufsfeldern, die immer internationaler geprägt sind. Es geht aber auch darum, die Verlässlichkeit der Schule und ihres Angebotes zu verbessern, wozu Bildungsstandards einen wichtigen Beitrag leisten können.

Hauptaufgabe sei jetzt, unverzüglich in die konzentrierte Umsetzung der Reformvorschläge unter Einbindung aller Verantwortlichen, und über die Parteigrenzen hinaus, einzusteigen. Auf der "Roadmap" zum Erfolg dürfen wir nicht auf halbem Weg stehen bleiben.
Der von BM Gehrer angekündigte Bildungsplan 2010 muss aus IV-Sicht die Weichen für das nächste Jahrzehnt so stellen, dass moderne, leistungsfähige und qualitativ hochwertige Schulen ein solides Fundament für den Standort Österreich bilden. Die Industrie setzt in die Umsetzungsphase höchste Erwartungen und wird ihre internationalen Erfahrungen weiterhin in den Prozess einbringen.
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