Ozon – Land will verstärkt informieren und handeln

Konkretes Maßnahmenprogramm bei erhöhten Ozonwerten

Bregenz (VLK) – In den Sommermonaten zeigen die Luftgütestationen des Umweltinstituts regelmäßig erhöhte Ozonwerte. Die Landesregierung hat nun ein ambitioniertes Maßnahmenprogramm beschlossen und die Ozoninformation mit
Hilfe neuester Technik optimiert, berichteten
Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Umweltlandesrat
Erich Schwärzler heute, Dienstag, im Pressefoyer. ****

In den letzten Jahren wurde viel unternommen, um die
Freisetzung von Ozon-Vorläuferschadstoffen zu verringern,
so Sausgruber: "Schwerpunkte waren unser Energiekonzept,
die massive Förderung alternativer Energien, die Forcierung
des ökologischen Wohnbaus, der Ausbau des öffentlichen
Verkehrs und des Radwegenetzes sowie strenge Lufthygiene-Prüfungen." In dem im Jahr 2003 novellierten Ozongesetz
wurde die Informationsschwelle für Ozon auf 180 Mikrogramm
pro Kubikmeter Luft (bisher 200 µg/m³), die Alarmschwelle
auf 240 µg/m³ (bisher 300) herabgesetzt.

Da Luftschadstoffe keine Landesgrenzen kennen, ist ein großräumiges Handeln erforderlich, betonte LR Schwärzler.
In jüngster Zeit werden daher auf Initiative Vorarlbergs Ozon-Maßnahmen grenzüberschreitend verstärkt diskutiert.
Bis dies zu konkreten Resultaten führt, setzt das Land auf
eine Insellösung und hat daher nun ein Maßnahmenpaket
beschlossen. Bei Überschreiten der Informationsschwelle
werden Verhaltensappelle an die Bevölkerung veröffentlicht.
Ab einer Ozonkonzentration von 210 µg/m³ werden diese
Aufrufe verstärkt und entlang der Autobahn wird mittels Hinweisschildern Tempo 100 empfohlen. Bei Überschreiten der Alarmschwelle von 240 µg/m³ gilt dieses Tempolimit
verpflichtend. Zudem dürfen Bus und Bahn gratis benutzt
werden, wenn für den nächstfolgenden Tag eine erneute Überschreitung zu erwarten ist.

Auf der neuen Luftgüte-Internetseite des Landes sind die aktuellen Daten informativ und bürgerfreundlich aufbereitet (www.vorarlberg.at/umweltinstitut). Neu ist auch die Ozon-
Hotline (05574/511-42973), wo man stündlich die neuesten
Messwerte abhören kann. Umfassende Information bietet eine Ozonbroschüre, die beim Umweltinstitut (Telefon 05574/511-
42005) kostenlos zu bestellen ist.
(gw/tm,nvl)

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