Stoisits: Strassers Umgangsweise mit Flüchtlingen ist menschenverachtend

Traumatisierte Flüchtlinge werden als Drohmasse gegenüber Landeshauptleuten benützt

Wien (OTS) - "Innenminister Strasser handelt zutiefst menschenverachtend, wenn er heute den Landeshauptleuten androht, ihnen Flüchtlinge vor die Tür zu stellen. Der Innenminister jagt damit traumatisierten Flüchtlingen vorsätzlich Angst ein und benutzt sie als Drohpotential gegenüber den Landeshauptleuten. Zudem macht er die Flüchtlinge obdachlos, denn derzeit sind sie ja in Traiskirchen untergebracht", so Terezija Stoisits, Menschenrechtssprecherin der Grünen.

Strasser habe den Bürgermeistern zugesichert, dass Flüchtlinge nur mit ihrer Zustimmung in einer Gemeinde aufgenommen werden dürfen. Die Säumigkeit der Länder ist damit zum Teil die Folge dieser Politik des Innenministers. "Strasser soll endlich seine Aufgaben wahrnehmen und mit den betroffenen Ländern eine Lösung suchen, aber nicht Flüchtlinge als Verschubmasse durchs Land karren lassen", so Stoisits. An die betroffenen Landeshauptleute appelliert Stoisits, dafür zu sorgen, dass so schnell wie möglich genügend Quartiere zur Verfügung stehen. Das hätten sie ja in zweieinhalbjährigen Verhandlungen zugesichert.

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