Sozialistische Jugend: Sechs Monate für alle!

SJÖ fordert mit Aktion am Ballhausplatz die Gleichstellung von Wehr- und Zivildienst

Wien (SK) Mit einer Medienaktion auf dem Ballhausplatz karikierte heute Dienstag die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) die derzeitige Ungleichbehandlung von Wehr- und Zivildienern im Rahmen der Bundesheer-Reformkommission. Nach der Beendigung der Kommission kann von einer Gleichstellung keine Rede sein. Ein Wettlauf stellte die Situation symbolisch vor dem Bundeskanzleramt, wo der Ministerrat tagte, dar. ****

Kollross fordert eine umfassende Gleichstellung von Wehr- und Zivildienern sowie eine Verbesserung der Umstände, unter denen diese Dienste abgeleistet werden müssen: "Eine Verkürzung auf sechs Monate muss auf jeden Fall auch den Zivildienst betreffen. Wenn nicht, wird diese Thematik wieder auf das Innenministerium abgewälzt. Dass der Innenminister aber primär durch Untätigkeit und untragbaren Zynismus gegenüber der prekären Situation der Zivildiener glänzt, ist hinlänglich bekannt. Aus diesem Grund ist er sicherlich nicht die geeignete Instanz, um hier Verbesserungen herbeizuführen. Weiters muss es eine finanzielle und rechtliche Aufwertung der Umstände zur Ableistung beider Dienste geben, da die derzeitige Situation im krassen Widerspruch zu den allgemeinen Menschenrechten und somit zum demokratischen Rechtsstaat steht."

Kollross fordert konkrete Maßnahmen für die Betroffenen: "Junge Menschen zwangszuverpflichten und ihnen gleichzeitig ihre Existenzgrundlage unter dem Vorwand der 'sozialen Verantwortung' streitig zu machen, ist ein Witz. Wenn der soziale Sektor in Österreich eine Bedeutung haben soll, dann muss eben entsprechend investiert werden, anstatt das Geld in Aufrüstung zu stecken. Gibt es hier keine Verbesserung für junge Menschen, dann wäre der Name Rüstungskommission passender gewesen. Die demokratischen Feigenblätter hätte man sich dann sparen können, denn die Herrn Generäle haben es sich wieder einmal im Hinterzimmer ausgemacht."

Der Forderung nach Gleichstellung schließt sich auch die Plattform für Zivildienst an. "Die unterschiedliche Dienstdauer ist nicht nur ungerecht, sie ist auch ein Ausdruck der Geringschätzung für die körperlich und seelisch anstrengenden Hilfsdienste, welche die Zivildiener tagtäglich erbringen", so Florian Seidl, Mitglied in der Bundesheer-Reformkommission. "Eine rechtliche Gleichstellung bei der Dienstdauer und bei der sozialen Absicherung ist ein unbedingtes Muss - Minister Strasser hat nun dringenden Handlungsbedarf, beim Zivildienst für erträgliche Zustände zu sorgen." (Schluss) ah/bw

Fotos der Aktion sind bei der SJÖ erhältlich.

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