VP-Salcher: Mailath-Pokorny stellt Theaterreform in Frage

Theatersubvention ohne Beurteilung der Jury vergeben

Wien (ÖVP-Klub) - "Im heutigen Kulturausschuss lässt Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Subvention von 363.000 Euro für Adi Hirschals ‚Wiener Sommernachtstraum' beschließen, obwohl dafür niemals ein Konzept bei der Theaterjury eingereicht wurde, was einer Desavouierung der Jury gleichkommt. Mit dieser willkürlichen Vorgehensweise bei der Subventionsvergabe, die völlig intransparent und nicht nachvollziehbar ist, wird die Theaterreform massiv in Frage gestellt, die nämlich zu dem Zweck geschaffen wurde, Transparenz und Einheitlichkeit im Vergabeverfahren zu gewährleisten", ärgert sich heute, Dienstag, der ÖVP Wien Kultursprecher Andreas Salcher.

Im Zuge der Theaterreform mussten die Theaterdirektoren Konzepte einreichen, die die neu gegründete Theaterjury beurteilt. Ab Herbst werden dann Subventionszusagen und Vierjahres-Verträge vergeben. Adi Hirschal allerdings musste kein Konzept einreichen, das die Jury beurteilt und bekommt trotzdem 363.000 Euro. "Es kann nicht sein, dass wir eine Theaterreform machen, eine Theaterjury ins Leben rufen und der Kulturstadtrat oder der Bürgermeister sich einfach nicht an die Vereinbarungen halten", so Salcher.

Kritisiert wird weiters die Art und Weise der Subventionsvergabe. "Andreas Mailath-Pokorny und Michael Häupl haben das ‚Wiener Lustspielhaus' am 3. Juni der Öffentlichkeit präsentiert, erst heute kommt der Akt in den Kulturausschuss. Damit wurde der Ausschuss einfach übergangen."

Der dritte Kritikpunkt betrifft die Standortfrage. "Wir haben im Zuge der Theaterreform lange und ausführlich über die Standorte in Wien diskutiert. Viele Theater haben bei der Theaterjury für einen Standort eingereicht. Das ‚Lustspielhaus', das aufgrund seiner Steckkonstruktion ab- und neu aufgebaut werden kann und so an drei verschiedenen Standorten spielen wird, besetzt fixe Standorte, die nie diskutiert wurden. Bei der Vergabe dieser Subvention besteht einmal mehr der Verdacht, dass der gute Wille für sinnvolle Reformen zwar vorhanden ist, dass sich die handelnden Personen aber nicht an die Vereinbarungen halten", so Salcher abschließend. (Schluss)

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