BALATON 2004: Petrus und einem regenreichen Frühjahr sei Dank - Balaton so tief und qualitativ so gut wie schon lange nicht mehr

Wien (OTS) - Gut einen halben Meter mehr Wassertiefe führt - dank des regenreichen Frühjahrs - in diesem Sommer der Plattensee. Passend zur gerade begonnen Hauptsaison am "ungarischen Meer" konnte dieser Tage István Öry, ungarischer Staatssekretär für Umweltangelegenheiten, die frohe Botschaft verkünden. Durchschnittlich 3,36 Meter wurden bei den jüngsten Messungen registriert - eine schon seit Jahrzehnten nicht mehr gemessene Wassertiefe! Damit sind nun auch die breiten Sandbänke am Südufer, die im letzten Sommer beachtliche Ausmaße angenommen hatten, zum ersten Mal seit langem wieder verschwunden - und Badespaß nicht erst nach Hunderte Meter langen Spaziergängen möglich.

Auch der ADAC Sommerservice hat schon wieder seine Arbeit in Ungarn aufgenommen - mit hervorragenden ersten Noten. Aktuell können sich ADAC-Mitglieder schon wieder beim regelmäßigen Sommerservice unter www.adac.de davon überzeugen, dass die Wasserqualitäten gut sind und es weder Algenvorkommen noch Badeverbote gibt. Der ADAC überprüft in diesem Sommer zum neunten Mal in Folge mit Unterstützung ungarischer Helfer und Wissenschaftler allein 13 Badeorte und ihre verschiedenen Strände am Plattensee, hinzu kommen Messungen am Velence- und Theiß-See.

Dabei hofft man für die aktuelle Saison auf ähnlich gute, wenn nicht sogar bessere Ergebnisse wie im Jahr 2003. Von denen damals vorgenommenen 502 Messungen waren nur 2 beanstandet worden, doch hatten sich deren Werte bis zur nächsten Kontrolle schon wieder normalisiert. Fazit der letzten Saison: Alles in allem hervorragend! Dieses Ziel haben sich die Touristiker rund um den Plattensee auch in diesem Jahr gesetzt, der ungewöhnlich hohe Wasserstand wird sich dabei positiv auswirken.

In der Geschichte des Plattensees gab es übrigens schon früher Jahre, in denen die Wassertiefe noch geringer war als 2003. Im Jahre 1863 etwa lag der Wasserstand 55 Zentimeter unter dem Nullpunkt der Pegel. Freuen werden sich nun die Segler, denen ein größeren "Revier" zur Verfügung steht, zudem entfällt das im letzten Sommer oft notwendige zusätzliche Ausbaggern der Häfen.

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