LH Haider: Arbeitgeber Post darf nicht zerstört werden

Heftige Kritik des Kärntner Landeshauptmanns an Personalpolitik der Post AG in Schreiben an Generaldirektor Wais

Klagenfurt (LPD) - Heftige Kritik übte heute, Dienstag, Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider an der Personalpolitik der Österreichischen Post AG. In einem Schreiben an Post-Generaldirektor Anton Wais verwies er auf Maßnahmen des Managements, die sowohl das gute Filialnetz der Post, als auch die Post als Arbeitgeber zerstören würden. Deshalb fordere er eine Einstellung dieser "wohlstandgefährdenden und arbeitsplatzvernichtenden Personalpolitik", so Haider.

Konkret seien vom Post-Management die Trennung von Schalter und Distribution, die Zusammenfassung der Zusteller in eigene Zustellbasen oder die Auslagerung der Verwaltung nach Wien bzw. Graz geplant, erklärte der Landeshauptmann. Als besonders dramatische Maßnahme bezeichnete Haider bevorstehende Entlassungen von Vollzeitbeschäftigten und deren Ersetzung durch billigere geringfügig Beschäftigte. Als Beispiel aus Kärnten führte er im Schreiben an Wais die neue Zustellbasis in Völkermarkt an. Hier sollen sieben geringfügig Beschäftigte aufgenommen und im Gegenzug zwei bis drei Vollzeitkräfte entlassen werden.

Es dürfe nicht sein, dass ein staatliches und damit vom Steuerzahler mitfinanziertes Unternehmen auf diese Weise wertvolle Arbeitsplätze wegrationalisiere, betonte Haider. Auch dass verantwortliche Manager für eingesparte Arbeitsplätze Erfolgsprämien erhalten, sei kategorisch abzulehnen. "Es ist Aufgabe der Politik, Arbeit zu schaffen und wie in diesem Fall, Arbeit zu sichern", so der Landeshauptmann, der die Österreichische Post AG zur Einstellung dieser Form der Personalpolitik aufforderte.
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