BerufsschülerInnen wählten Europa

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Ich hab die Wahl - ich kenn mich
aus" nahmen über 6.000 Wiener Berufsschüler/innen an dem Projekt Probewahl - pw:bs zur EU-Wahl 2004 teil. Von 2. - 11. Juni wurde erfolgreich in den Wiener Berufsschulen probegewählt.

Im Unterrichtsfach Politische Bildung und in den Kommunikationszentren des KUS wurden drei Wochen lang die Themen Erweiterung, Wahlen und Demokratie sowie Europäisches Parlament behandelt. SchülervertreterInnen aus ganz Wien diskutierten mit EU-PolitikerInnen und gaben ihre Erfahrungen an die MitschülerInnen weiter. An zwei Schulen geschah dies elektronisch im Rahmen des Projektes kids voting, die anderen 21 Schulen wählten konventionell mit Wahlzelle, Urne, Wählerverzeichnis und Ausweisleistung. Auch die Wahlkommissionen bestanden aus BerufsschülerInnen.

Fast 70% aller wahlberechtigten BerufsschülerInnen nahmen freiwillig die Möglichkeit wahr und schritten zur Urne. Im Gegensatz zu den echten Wahlen waren alle angemeldeten Jugendlichen -unabhängig von Alter und Staatsbürgerschaft - teilnahmeberechtigt. Die größte Wählerschicht stellten die 15 - 17 jährigen. Das Ergebnis ist nicht repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

Unentschlossenheit schlägt sich in der verhältnismäßig hohen Zahl der ungültigen Stimmen mit 7,9% aller abgegebenen Stimmen nieder. So wählten die Wiener Berufsschüler/innen: (ohne kids voting): SPÖ: 47,45%, ÖVP: 7,98%, FPÖ: 25,66%, Grüne: 13,06%, Linke:
2,32%, Martin: 3,54%.

In den nächsten Tagen werden in den Berufsschulklassen Wahlanalysen durchgeführt, die Ergebnisse werden mit denen der richtigen Wahl verglichen und interpretiert.
Projektleiterin Brigitte Eberhard freut sich: " Wiener Jugendliche nehmen das Recht zu wählen sehr ernst und sind durchaus in der Lage, verantwortungsvolle Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen. Zahlreiche Diskussionen in den Klassen zeigten, dass die Wiener BerufsschülerInnen viel interessierter an Politik und demokratischer Beteiligung sind, als oft angenommen." Das Simulieren eines echten Wahlvorganges verringert bei vielen Jugendlichen die Schwelle, zur richtigen Wahl zu gehen, wie die Reaktionen vieler Jugendlicher bestätigen. Viele sagen, sie werden aufgrund der Teilnahme am Projekt jetzt auch an der Wahl am 13. Juni teilnehmen, sofern sie das schon dürfen. Andere forderten anlässlich der Probewahl vehement das Recht, bereits ab 16 wählen zu können, ein.

Die Veranstalter (LAJU, KUS, Schulgemeinde) sehen die Ziele des Projektes erfüllt: Demokratie und Mitbestimmung zu fördern und den Informationsstand der Lehrlinge zu den Themen Wählen und Europa zu erweitern. Alle Ergebnisse von Probewahl - pw:bs im Internet unter http://www.kusonline.at/ . (Schluss) eg

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Brigitte Eberhard;
KUS, Kultur und Sportverein der Wiener Berufsschulen;
Tel.: 4000/77377;
brigitte.eberhard@ssr-wien.gv.at
Vucko Schüchner;
MA 13 Landesjugendreferat;
Tel.: 4000/84372;
vuc@m13.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0025