Heimische Erdbeeren kommen dieser Tage auf den Markt

Nasses Wetter verzögerte heuer die Ernte - jedoch besondere Qualität

Wien (AIZ) - Wer heuer die längere Wartezeit auf heimische Erdbeeren in Kauf genommen hat, wird nun mit einer besonders guten Qualität belohnt. In diesen Tagen kommen die beerigen Früchte erntefrisch in die Geschäfte. Im Durchschnitt verzehrt jeder Österreicher jährlich 4,1 kg Erdbeeren.

Schlechtes Wetter verzögerte die heurige Ernte

"Die rasche Erwärmung Anfang April führte zunächst zu einem frühen Austrieb der Pflanzen. Wiederkehrende Kälteeinbrüche ließen dann aber ausreichend Zeit für die Blatt- und Blütenentwicklung. Die kühle Witterung im Mai wiederum verlängerte die Blühperiode. Frosteinbrüche blieben den Früchten jedoch erspart und so konnten diese langsam heranwachsen und unter ausreichenden Niederschlägen besondere Größe und einen außergewöhnlichen Geschmack erreichen. Da die Früchte von den nahegelegenen Feldern keine langen Transportwege zurücklegen müssen, kommen sie innerhalb eines Tages frisch in den Supermarkt. Und diese Frische heimischer Produkte schmeckt man eben. Erdbeeren gibt es jetzt allerdings nicht nur im Geschäft, sondern auch auf den Bauernmärkten, beim Ab-Hof-Verkauf direkt vom Bauern oder bei einem der zahlreichen Stände entlang der Straßen. Wer es aber absolut erntefrisch liebt, besucht am besten ein 'Erdbeerfeld zum Selberpflücken' in der Nähe, wo man schon während des Pflückens so viel naschen kann, wie man will", zeigte sich Klaus Hasler, Marketingmanager für Obst und Gemüse bei der AMA Marketing, erfreut.

Hauptanbaugebiete Niederösterreich und Oberösterreich

In Österreich werden auf 1.087 ha Erdbeeren angebaut. Mit 407 ha ist Niederösterreich das größte Produktionsgebiet, gefolgt von Oberösterreich mit 379 ha und der Steiermark mit 162 ha. Von insgesamt 14,2 t an produzierten Früchten entfallen 5,9 t auf Niederösterreich, 4,55 t auf Oberösterreich und 2,43 t auf die Steiermark. Mittels heimischer Produktion können 42% des Eigenbedarfs gedeckt werden.

Erdbeeren sind Vitamin C-Bomben

Unter den heimischen Früchten hat die Erdbeere nach der Schwarzen Johannisbeere mit 62 mg pro 100 g den höchsten Vitamin C-Gehalt. Mit nur 150 g der Früchte ist sogar der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C gedeckt. Erdbeeren sind darüber hinaus auch hervorragende Manganlieferanten. Allgemein bestehen sie zu 90% aus Wasser und gehören mit 150 kJ (= 36 kcal) pro 100 g zu den absoluten Schlankmachern unter den Obstarten. In der Volksmedizin gilt die sinnliche Frucht als Aphrodisiakum. Ihre Wirkung wird aber auch als entgiftend, fiebersenkend, nervenstärkend und entschlackend beschrieben.

Die "Beeren-Königin" stammt aus Frankreich

Wilde Erdbeeren schmeckten sogar schon den Germanen. Erstmals kultiviert wurden sie allerdings im 14. Jahrhundert in Südfrankreich und am Niederrhein. In Deutschland wurden die ersten Gartenerdbeeren 1751 aus englischen Stecklingen in den Hofgärten von König Georg II. von Hannover gezogen.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001