APA OTS Politikportalanalyse: Wirbel um die Aussagen von Broukal und Gusenbauer

Wien (OTS) - Für Aufregung sorgte in dieser Woche Josef Broukal. Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete hat bei der NR-Sondersitzung am Donnerstag mit seinem Sager "Es ist Ihnen unbenommen, den Nationalsozialisten nachzutrauern" Empörung ausgelöst. ÖVP und FPÖ forderten daraufhin Broukals Rücktritt. Dieser lehnte ab, er habe sich entschuldigt. Die Debatte wurde emotional weitergeführt und gipfelte im "Pogrom"-Vergleich des SPÖ-Parteichefs Alfred Gusenbauer.

Die Diskussion rund um diese beiden Aussagen erreichte hohen medialen Niederschlag. Daher stehen die beiden SPÖ-Politiker an der Spitze des aktuellen von Mediawatch im Auftrag von APA OTS wöchentlich durchgeführten Top 30-PolitikerInnen-Rankings: Josef Broukal führt mit 644 Nennungen, Alfred Gusenbauer folgt mit 472 Nennungen auf Rang zwei. Auf der dritten Position platziert sich Jörg Haider mit 368 Nennungen.

Ansonsten war die Berichterstattung in der aktuellen Untersuchungswoche (4.-10. Juni 2004) vom Finale des Europa-Wahlkampfes gekennzeichnet. Die EU-Kandidaten versuchen bis zur letzten Sekunde, ihre Wähler zu mobilisieren und kämpfen um die mediale Aufmerksamkeit. Hannes Swoboda erreichte dabei diese Woche 358 Nennungen und damit Platz vier, Hans-Peter Martin liegt auf Position sechs mit 240 Nennungen. Die weiteren Spitzenkandidaten belegen die Plätze acht bis zehn. Ursula Stenzel kann 189 Nennungen und somit Rang acht für sich verbuchen, gefolgt von Hans Kronberger mit 179 Nennungen an neunter Position. Johannes Voggenhuber liegt mit 168 Nennungen auf dem zehnten Platz.

Zu einem weiteren zentralen Thema im EU-Wahlkampf wurde zudem das AKW Temelin. Nach dem Störfall am vergangenen Sonntag geriet nicht nur das Krisenmanagement in Prag, sondern auch das in Wien unter Beschuss. Die Opposition, aber auch Teile der FPÖ kritisierten vor allem die Informationspolitik von Umweltminister Josef Pröll, der im Ranking mit 127 Nennungen Rang 13 belegt.

Die ÖVP ist in der aktuellen MediaWatch-Untersuchungswoche mit 13 Vertretern die stärkste Partei in den Top 30. Die SPÖ konnte sieben Repräsentanten positionieren; die FPÖ sechs Akteure, die Grünen einen. Im Ranking sind außerdem noch die parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Bundespräsident Thomas Klestil sowie Hans-Peter Martin von der Liste HPM vertreten.

Mediawatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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