WK-Vize Sever fordert KMU freundlichere Wirtschaftspolitik

Sever: "Wirtschaftsbund entdeckt kleine und mittlere Unternehmen nur vor der Wahl, hat aber alle Möglichkeiten ausgelassen, die KMUs ernsthaft zu vertreten"

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik am Wirtschaftskurs der schwarz-blauen Regierung übte am Freitag der designierte Präsident des Wirtschaftsverbandes Kärnten, KR Leopold Sever. Sever bezeichnete den Kurs der Bundesregierung als "Lobbying für einige wenige große Unternehmen". "Blau und Schwarz hätten die Möglichkeit gehabt, sich sowohl bei der Steuerreform, als auch bei anderen wirtschaftspolitischen Entscheidungen für Klein- und Mittelunternehmen (KMU) stark zu machen, doch davon war weder im Parlament noch bei ihren Interessensvertretungen in der Wirtschaftskammer etwas zu spüren", kritisierte Sever und warf insbesondere dem Wirtschaftsbund vor, die KMU nur vor Wahlen wieder zu entdecken.

"Die Aussagen der schwarz-blauen Bundesregierung, dass bei der Senkung des Körperschaftssteuersatzes auf 25 Prozent kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren, zeigt, dass diese Bundesregierung jegliche wirtschafspolitische Kompetenz verloren hat", so Sever. Insbesondere die Kleinunternehmer hätten zwar selbst jedes Risiko im Unternehmen zu tragen, würden aber bei der Steuerreform leer ausgehen, weil es ihnen realistisch nicht möglich sei, den Gewinn sieben Jahre unangetastet zu lassen, so Sever. "Bei der kleinsten, nötigen und unerwarteten Investition, wenn beispielsweise eine Maschine kaputtgeht, fällt der Unternehmer um den Steuervorteil um", bemängelt der designierte Präsident des Kärntner Wirtschaftsverbandes.

Nachdem die Bundesregierung Investitionen in den letzten Jahren dramatisch gekürzt hat und den Schwerpunkt offensichtlich bei den Ausgaben für die Landwirtschaft, sowie bei den Abfangjägern und bei der steuerlichen Begünstigung von einigen wenigen vor allem größeren Konzernen setzt, ist deutlich sichtbar, dass ein Wechsel sowohl des wirtschaftlichen Kurses auf Regierungsebene als auch in der Interessensvertretung dringend notwendig ist", sagte Sever und ergänzte abschließend: "Dass Schwarz und Blau in der Regierung alle Maßnahmen gegen die KMUs beschließen und vor der Wahl plötzlich als die Retter der Kleinunternehmer auftreten ist doppelbödig und entbehrt jeglicher Glaubwürdigkeit".

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KR Leopold Sever
Vizepräsident des Wirtschaftsverbandes Kärnten
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