Präs.Gumpinger: Verkauf von Alkohol an Jugendlichen unter 16 Jahren muss österreichweit einheitlich verboten werden

Zigarettenautomaten nur noch mit Bankomatkarte bedienbar

Linz (OTS) - Angesichts der Ergebnisse, die die Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Alkoholkonsum von Jugendlichen in Österreich erbracht hat, fordert der Präsident des Österreichischen Familienbundes, LAbg. Mag. Otto Gumpinger umgehend Maßnahmen ein.

Es sei erschütternd, dass bereits 11 jährige schon über ihre "Rauscherfahrungen" berichten und jeder dritte 15-jährige angab regelmäßig Alkohol zu konsumieren.

Es sei dringend notwendig, die Jugendschutzgesetze der Länder auf den neusten Stand zu bringen, damit österreichweit einheitlich der Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche unter 16 sowohl in der Gastronomie als auch in Geschäften verboten und auch kontrolliert wird.

Ebenso plädiert Gumpinger dafür, dass alle Ausnahmen, wie die Erlaubnis der Eltern zum Bier holen, gestrichen werden, da dies völlig falsche pädagogische Signale sind.

Weiters sollten alle Zigarettenautomaten nur mehr mit Bankomatkarten bedienbar sein, da zumindestens ein Teil der Jugendlichen dort keinen Zugang haben. Diese Umstellung sollte mit kurzen Übergangsfristen gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben werden.

In diesem Zusammenhang appellierte Gumpinger auch an die Gastronomie und auch an die Festeveranstalter ihrer Verantwortung jungen Menschen gegenüber gerecht zu werden und an Jugendliche unter 16 keinen und an betrunkene Jugendliche über 16 auch keinen Alkohol mehr auszuschenken, wie es die Gewerbeordnung ja vorsieht. Dies sei leider gerade jetzt in der Zeit von Wiesenfesten besonders gefordert, schloss Gumpinger. Auch wenn Jugendliche gerne Verbote in diesem Bereich übertreten und dies zum Wesen der Pubertät gehört, müssen trotzdem Grenzen gesetzt werden und darf dem Alkohol- iund Nikotimkonsum nicht Tür und Tor geöffnet werden. Jugendliche, die diese Grenzen nicht vorfinden, erhöhen vielfach die Dosis mit katastrophalen Auswirkungen, weil sie dann den Eindruck haben, dass ihre Situation offensichtlich ohnehin niemand interessiert. Dem muß massiv entgegengewirkt werden, fordert Gumpinger abschließend, der auch zu diesen Fragen eine Änderung der Einstellung in der Gesamtbevölkerung ortet.

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Österr. Familienbund,
Alice Pitzinger-Ryba
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