Kein "Zirkus" mehr auf Österreichs Straßen!

Telematikprojekt RONCALLI soll Verkehrsunfälle um 25 Prozent senken!

Wien (OTS) - Das neu entwickelte Verkehrsinformationssystem
RONCALLI ist in Klosterneuburg bei Wien seit drei Wochen in der Testphase. Die Telematikapplikation liefert dem Fahrer jederzeit aktuelle Informationen über Geschwindigkeitsübertretungen, Unfallhäufungsstellen, Gefahrensituationen oder Griffigkeitsprobleme. In der zweiten Phase soll das System sogar - ähnlich dem Verkehrsfunk - interaktiv werden. Unfälle oder Staus kann der Lenker einfach und schnell an die Zentrale kommunizieren und so andere User von RONCALLI informieren.

Drei Fahrzeuge sind derzeit mit RONCALLI im Einsatz. Im Herbst erweitert eine Fahrschule den Kreis der Testfahrer. Das österreichische System ist schlau und simpel: Ein sogenannter Personal Digital Assistant (PDA) - also ein Palm, iPAQ oder künftig auch ein multimediafähiges Handy - kommuniziert gemeinsam mit einem GPS (Global Positioning System)-Modul mit der Zentrale und gibt aktuelle Informationen über Straßensituation, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Gefahrenstellen über das Display aus. Das Gerät wird - ähnlich einer Freisprechanlage - in einer für den Lenker gut sichtbaren Höhe montiert, ein angenehmer polyphoner Ton macht auf neue Informationen aufmerksam oder warnt bei Geschwindigkeitsübertretungen.

Der Grund: Selbst dem aufmerksamsten Autofahrer fällt es oft schwer, in komplexen Verkehrssituationen die richtige Geschwindigkeit einzuhalten oder besondere Gefahrensituationen zu erkennen.

DI Klaus Machata war gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit maßgeblich an der Projektentwicklung beteiligt:
"Viele Telematiksysteme beginnen den Lenker schnell zu nerven. Die Konsequenz: Das System wird ignoriert oder gleich abgeschaltet. Genau das wollen wir vermeiden. Telematik soll informieren und Sicherheit geben."

Ein ähnliches System wurde von 2000 bis 2002 bereits erfolgreich an 5.000 Fahrzeugen mit rund 10.000 Testfahrern in Schweden getestet. Der "kleine Bruder" von RONCALLI war damals zwar noch nicht so ausgereift - dennoch zeigen die Zahlen, dass das Projekt bei den Testfahrern Verkehrsunfälle um rund 25 Prozent reduzieren konnte. Der schwedische Prototyp informierte den Lenker nur über Geschwindigkeitsübertretungen.

RONCALLI-Daten werden über eine interaktive Zentrale ausgetauscht, die derzeit in der österreichischen Kontrollbank sitzt. Der Lenker erhält die neuesten Informationen - z.B. neue Tempolimits -regelmäßig und vollautomatisch über Mobilfunk auf seinen PDA.
Das System wurde vom Kuratorium für Verkehrssicherheit gemeinsam mit Arsenal Research und Prisma Solutions entwickelt und wird auch im Rahmen der 7. WHO-Weltkonferenz, Anfang Juni in Wien vorgestellt. Nähere Infos unter www.roncalli-telematics.com. Weitere Partner in RONCALLI sind: NÖ Landesregierung, Universität für Bodenkultur -Institut für Verkehrswesen, Fahrschule Fürböck, Österreichische Kontrollbank, Verkehrsverbund Ost-Region, Österreichische Postbus AG, Österreichische Bundesbahnen, TU-München, Zivilgeometer STIX sowie die Stadtgemeinde Klosterneuburg.

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