EU-Wahl: Bulfon und Trannacher gegen Unisex-Tarif-Blockade der Bundesregierung

Trannacher: Gleichstellungspolitik in der EU darf nicht länger blockiert werden

Klagenfurt (SP-KTN) - "Wer positive Politik für alle Frauen in Kärnten betreiben will, der muss auch den Mut haben kritisch zu sein und gegen konservative Hardliner anzukämpfen", stellte die Landesfrauenvorsitzende der Kärntner Sozialdemokraten, LAbg. Sieglinde Trannacher, am Donnerstag fest und kritisierte die (Anti-)Frauenpolitik der schwarz-blauen Bundesregierung scharf.

Als Beispiel nannte Trannacher das Blockieren der Einführung von Unisex-Tarifen seitens der Bundesregierung vertreten durch Sozialminister Herbert Haupt beim Treffen der EU-Sozialminister Anfang Juni. "Diese Bundesregierung will die Gleichstellung von Frauen nur dort, wo sie bequem ist, lieber wäre es Schüssel, Rauch-Kallat, Haupt und CO allerdings, wenn Österreich ganz auf Gleichstellung verzichten könnte", meinte die SP-Landesfrauenvorsitzende und erinnerte an die symptomatische Wortwahl etwa der Außenministerin, die behauptet hatte, dass ihr "linke Emanzen" geschadet hätten.

Die konservative schwarz-blaue Bundesregierung gehöre zu der Gruppe der "Hardliner" innerhalb der EU, die nichts von der Gleichbehandlung von Frauen und Männern bei privaten Versicherungsprodukten wissen wolle, kritisierte auch der Spitzenkandidat der Kärntner Sozialdemokraten für die Europawahl, Wolfgang Bulfon. "Nur sechs der 25 EU-Mitgliedsländer haben sich bei der Tagung der Sozialminister Anfang Juni gegen die Abschaffung geschlechtsspezifisch unterschiedlicher Prämien bei privaten Versicherungen ausgesprochen, die Vertreter der konservativen schwarz-blauen Bundesregierung gehören dazu", sagte Bulfon und warf der Bundesregierung Lobbyismus für Versicherungen vor. "Es wäre doch auch mal interessant zu prüfen, ob es Homepagefinanziers aus dem Versicherungsbereich gibt", so Bulfon.

Bulfon und Trannacher kündigten an gemeinsam mit allen EU-KandidatInnen der SPÖ ein Netzwerk für die Vertretung von Fraueninteressen aufzubauen. "Gemeinsam für Gleichstellung, sollte die Devise sein", zeigten sich Bulfon und Trannacher einig, betonten aber auch sich besonders für die Anliegen der Kärntnerinnen insbesondere im Einkommensbereich stark engagieren zu wollen. "Wenn diese konservative schwarz-blaue Bundesregierung die Interessen der Frauen nicht vertreten kann, dann werden wir diesen Umstand auch allen Frauen bei jeder denkbaren Möglichkeit in Erinnerung rufen", schloss Trannacher. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mario Wilplinger
Pressesprecher der SPÖ-Kärnten
Tel.: 0463/577 88 76
Fax: 0463/577 88 86
mario.wilplinger@spoe.at
http://www.kaernten.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90001