EU-Wahl: Brunner erwartet hohe Beteiligung der NÖSR-Mitglieder

Empörung über SPÖ-Entgleisungen - Stellungnahme Fischers gefordert

Wien (OTS) - Mit einer überdurchschnittlichen Beteiligung der Mitglieder des niederösterreichischen Seniorenrings (NÖSR) bei der EU-Wahl am 13. Juni rechnet Landesobmann Ludwig Brunner. "Wir rechnen mit einer Wahlbeteiligung bei unseren Mitgliedern von 70 Prozent plus. Das ist etwa der doppelte Wert wie in den Umfragen im Durchschnitt prognostiziert wird", erklärte Brunner. ****

Seitens des NÖSR habe man die Mitglieder in zahlreichen Informationsveranstaltungen auf die Wichtigkeit zur Teilnahme an der EU-Wahl hingewiesen. Brunner bedankte sich an dieser Stelle namens des NÖSR bei den freiheitlichen EU-Kandidaten, die gerne und ausführlich zu den aktuellen politischen Fragen Stellung genommen haben.

Trotz EU-Skepsis und vielfach kritischer Haltung in Zusammenhang mit der Erweiterung - was etwa die Benes-Dekrete, die Kernkraftwerkssicherheit oder die Kriminalitätsentwicklung betrifft -wurde in den Diskussionen deutlich, dass an einer konsequenten Vertretung Österreichischer Interessen in Brüssel kein Weg vorbei führt. "Politiker, die in Brüssel massiv gegen die Interessen Österreichs lobbyieren, das wird nicht akzeptiert", sagte Brunner unter Anspielung auf die Zeit der EU-Sanktionen. Ebenfalls nicht vorstellbar sei ein EU-Beitritt der Türkei. Dies würde den Rahmen der Union sprengen.

Besonders auf starke Ablehnung stießen die jüngsten Äußerungen von SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer und des SPÖ-Abgeordneten Josef Broukal. Viele aus der Aufbaugeneration, die auch die NS-Zeit noch gut in Erinnerung haben, reagierten massiv empört. "Eine derartige Wortwahl ist einfach unerhört. Konsequenz kann hier nur der Rücktritt des SPÖ-Abgeordneten Broukal sein. Längst überfällig ist auch eine deutliche Stellungnahme des designierten Bundespräsidenten Heinz Fischer - selbst wenn es sich um seine Parteifreunde handelt", unterstrich Brunner.

Trotz eines EU-Wahlkampfes, der nach den SPÖ-Entgleisungen unterstes Niveau erreicht habe, sei es nach Meinung des NÖSR-Obmanns keine Alternative, nicht zur Wahl zu gehen. "Über 70 Prozent der Gesetze, die unseren Alltag regeln, werden in Brüssel gemacht. Auch wenn die EU ein Moloch mit vielen ungelösten Problemen ist, darf man die EU nicht der EU überlassen", so Brunner abschließend.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Niederösterreichischer Seniorenring
Pressesprecher: Mag. Werner Windisch
Tel.: +43 664 2314441

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0001