Chefarztpflicht:Interessen der Versicherten als Beitragszahler und Patienten wahren

Hauptverbands-Präsident Frad hält nichts von gegenseitigen Schudzuweisungen

Wien (OTS) - "Bis zu einer endgültigen gesetzlichen Regelung
sollte die Zeit genützt werden, die Interessen der Versicherten als Beitragszahler und Patienten zu wahren", reagiert der Präsident des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, Herwig Frad, auf die gestern zwischen Gesundheitsministerium, Hauptverband und Österreichischer Ärztekammer abgebrochenen Verhandlungen zur Neuordnung der Chefarztpflicht. Die Sozialversicherung hat dabei, so Frad, eine doppelte Rolle zu erfüllen: Als Verwalter der Beitragseinnahmen der Versicherten ist es die Aufgabe der Sozialversicherung mit diesen ihnen anvertrauten Vesichertengeldern möglichst sparsam umzugehen. Als Interessenswahrer der Patienten gilt es, eine patientenfreundliche und möglichst einfache Handhabung -nach dem Motto "es läuft das Rezept und nicht der Patient" - zur Bewilligung von chefarztpflichtigen Medikamenten zu finden. Immerhin geht es dabei um einen Markt von rund 400 Millionen Euro, der jährlich um 15 Prozent wächst.
Nichts hält Frad von gegenseitigen Schuldzuweisungen nach den gescheiterten Verhandlungen. Frad: "Es ist Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat gelungen, den ersten Teil des Medikamentenpaketes - die Spannensenkungen - gegen den Willen der Pharmawirtschaft durchzusetzen. Im Interesse der Versicherten bedarf es hier einer Unterstützung bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen". Frad stellt aber auch klar, dass der Hauptverband den Gesetzesauftrag zu Teil 2 - der Neuordnung der Chefarztpflicht - auf Punkt und Beistrich erfüllt hat.

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