OeNB - Interesse an Investmentfonds steigt wieder

~ Erstmals mehr als 100 Mrd. EUR Netto-Kapital Entwicklung der inländischen Investmentfonds im ersten Quartal 2004 Wien (OTS) - - Im 1. Quartal 2004 erhöhte sich die Anzahl der österreichischen Anbieter von Investmentfonds um 2 Immobilienfondsgesellschaften auf 26. - Das netto in 1.935 Investmentfonds investierte Kapital (exklusive "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) erhöhte sich im 1. Quartal 2004 mit 5,5% wieder stärker und übertraf mit 102,5 Mrd EUR erstmals die 100 Mrd EUR Grenze (Vermögensbestand inkl. "Fonds in Fonds"- Veranlagungen 117,5 Mrd EUR). - Dieser Anstieg resultierte aus einem Nettomittelzufluss von 2,25 Mrd EUR, Kursgewinnen in der Höhe von 3,70 Mrd EUR abzüglich Ausschüttungen von 0,63 Mrd EUR. - Die am 13. Februar 2004 in Kraft getretene Novelle zum Investmentfondsgesetz erlaubt die Auflage von Fonds mit derivativen Produkten; Ende März 2004 boten 4 Kapitalanlagegesellschaften 5 alternative Fonds (Hedgefonds) an. - Nur 1% direkt in inländischen Aktien- und Beteiligungspapieren veranlagt. - Kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) im 1. Quartal 2004 von +3,2%. ~

2 neu gegründete Kapitalanlagegesellschaften erhöhten die Anzahl der österreichischen Anbieter von Investmentfonds auf 26. Vermögensbestand (verwaltetes Volumen) der österreichischen Investmentfonds per Ende März 2004: 117,5 Mrd EUR.

  • Im 1. Quartal 2004 erhöhte sich die Anzahl der österreichischen Anbieter von Investmentfonds um 2 Gesellschaften, die Immobilienfonds auf Grundlage des am 1.September 2003 in Kraft getretenen Immobilien -Investmentfondsgesetzes aufgelegt haben: die Raiffeisen Immobilien KAG und die Immo Kapitalanlage AG.
  • Die am 13. Februar 2004 in Kraft getretene Novelle zum Investmentfondsgesetz erlaubt die Auflage von Fonds mit derivativen Produkten. In dieser Veranlagungskategorie bieten 4 Kapitalanlagegesellschaften 5 so genannte alternative Fonds (Hedgefonds) an.
  • Zum Berichtstermin verwalteten somit 26 österreichische Kapitalanlagegesellschaften mit 1.935 aufgelegten Investmentfonds einen Vermögensbestand (inkl. "Fonds in Fonds"- Veranlagungen) von 117,5 Mrd EUR (Ende 2003: 111,0 Mrd EUR).

Zunahme des in Investmentfonds veranlagten Kapitals im ersten Quartal um 5,32 Mrd EUR bzw. 5,5% auf 102,5 Mrd EUR.

  • Neuinvestitionen von 2,25 Mrd EUR zuzüglich Kursgewinne in der Höhe von 3,70 Mrd EUR abzüglich Ausschüttungen von 0,63 Mrd EUR erhöhten das vom Publikum und institutionellen Investoren in inländischen Investmentfonds investierte Kapital (veranlagtes Volumen unter Ausklammerung der "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) im ersten Quartal 2004 um 5,32 Mrd EUR bzw. 5,5%. Damit überstieg das in inländischen Investmentfonds veranlagte Kapital (Grafik 1) im Berichtsquartal erstmals die 100 Mrd EUR - Grenze und betrug per Ende März 2004 102,5 Mrd EUR.
  • Verglichen mit dem durchschnittlichen Nettomittelzufluss des Vorjahres wurde im ersten Quartal 2004 wieder etwas stärker in Investmentfonds investiert.
  • So flossen sowohl in Publikumsfonds mit 2,00 Mrd EUR als auch in Spezialfonds mit 0,25 Mrd EUR rund doppelt soviel Mittel als im Quartalsdurchschnitt des vergangenen Jahres.
  • Auch im Vergleich zu den Primäreinlagen (Grafik 2) ist im ersten Quartal 2004 wieder eine wesentlich stärkere Präferenz zugunsten Investmentfonds zu beobachten.

Kursgewinne im ersten Quartal, Gesamtperformance (Berechnung der OeNB: Saldo aus Kursgewinnen und Kursverlusten/ durchschnittlich gebundenes Kapital kapitalgewichtet entsprechend den
betrachteten Fondskategorien) der österreichischen
Investmentfonds von Anfang Jänner bis Ende März 2004 3,2%.

- Das freundliche Börsenklima im 1. Quartal 2004 bescherte den Anlegern in Investmentzertifikaten Kursgewinne.Von Anfang Jänner 2004 bis Ende März 2004 ergab sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds von 3,2%, davon Aktienfonds 6,3%, Mischfonds 3,4%, Rentenfonds 2,4%, und Geldmarktfonds (der EZB Verordnung 2001/13) 0,7%.

Nahezu der gesamte Anstieg des Vermögensbestandes entfiel im 1.Quartal 2004 auf ausländische Werte, insbesondere
ausländische Rentenwerte.

  • Der Vermögenszuwachs (Tabelle 1) im ersten Quartal 2004 betraf nahezu zur Gänze Veranlagungen in ausländische Titel. So erhöhte sich das Volumen der ausländischen Rentenwerte um 3,62 Mrd EUR (7,4%) während die inländischen Rentenwerte um 0,11 Mrd EUR (-0,5%) abnahmen. Auch bei der Veranlagungskategorie Aktien- und Beteiligungspapiere war die Zunahme der ausländischen Werte mit 1,00 Mrd EUR weit höher als der Anstieg der inländischen Aktien- und Beteiligungspapiere (0,19 Mrd EUR). Nur rund 1% des Vermögensbestandes ist direkt in inländischen Aktien- und Beteiligungspapieren investiert.
  • Hinsichtlich der Struktur des veranlagten Kapitals (Grafik 3 und Tabelle 2) dominierten mit einem Anteil von 70,2% (71,90 Mrd EUR) die Rentenwerte, gefolgt von den Aktien und Beteiligungspapieren mit 17,5% (17,92 Mrd EUR), den sonstigen Vermögensanlagen mit 7,1% (7,25 Mrd EUR) und den Investmentzertifikaten mit 5,2% (5,36 Mrd EUR). Rund 73% des Fondskapitals werden im Ausland veranlagt.
  • Per Ende März 2004 wurden in den übrigen Ländern der Währungsunion (exkl. Österreich) 48,19 Mrd EUR (47,0%), im Inland 27,76 Mrd EUR (27,1%) und in Ländern der übrigen Welt 26,49 Mrd EUR (25,9%) veranlagt (Grafik 4).
  • Das Verhältnis Inlands- zu Auslandsveranlagungen betrug per März 2004 27,1% zu 72,9% (Dezember 2003: 28,2% zu 71,8%).

Die erklärenden Tabellen und Grafiken finden Sie unter http://www.oenb.at .

Weitere statistische Informationen unter www.dieaktuellezahl.oenb.at.

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