SJÖ fordert Gleichstellung von Wehr- und Zivildienst

SJ spricht sich gegen Einführung eines weiteren "Zwangsdienstes" aus

Wien (SK) Die Bundesheer-Reformkommission tagt diesen Samstag, den 12. Juni 2004, zum letzten Mal. Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass es eine Verkürzung von Wehr- und Zivildienst auf sechs Monate geben muss. Des Weiteren fordert er eine umfassende Gleichstellung und spricht sich gegen "die Einführung eines zusätzlichen Zwangsdienstes für 'Untaugliche'" aus. "Wenn diese Reformkommission Sinn gehabt haben soll, so muss eine Verkürzung der Zwangsdienste unweigerlich das Resultat dieser sein", so Kollross am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

"Erweiterte Zwangsdienste" sind für Kollross nichts anderes, "als dass Billigstarbeitskräfte, die nicht einmal genug Lohn bekommen, um sich den Lebensunterhalt zu leisten, für Sozialdienste zwangsverpflichtet werden, anstatt auf diesem Sektor qualitative Arbeitsplätze zu schaffen. Gleichzeitig ist aber dann doch genug Geld für die Aufrüstung des Militärs da. Das ist definitiv ein gesellschafts- und demokratiepolitischer Rückschritt".

Für Kollross ist klar, dass zusätzlich zur Gleichstellung das Verpflegungsgeld für Zivildiener angehoben werden muss, da der derzeitige Zustand im Zivildienst nicht tragbar ist. "Wenn der ÖVP-Menschenrechtssprecher meint, dass das derzeitige Verpflegungsgeld vollkommen ausreicht, dann ist das - auch wenn man nicht die ÖVP-Wurstsemmelpreise berücksichtigt - eine Farce. Auch für die Präsenzdiener muss es eine Erhöhung der Bezahlung geben. Sollte die Reformkommission sich nicht bemüßigt fühlen, Schritte in Richtung der Verbesserung der Situation von Wehr- und Zivildienern einzuleiten, dann war es letztendlich nur eine 'Aufrüstungskommission'." (Schluss) ah/mm

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