Nach Fahrzeugbrand heute Nacht fordert ÖAMTC Einbau von Löschsystemen in Kraftfahrzeuge

Club votiert für EU-weite Ausbildung zum richtigen Verhalten bei Brandunfällen

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Das Risiko eines Fahrzeugbrandes nach einem Unfall darf nicht unterschätzt werden. Das hat der Unfall heute in den frühen Morgenstunden im Bezirk Schärding deutlich gemacht. Dabei ist ein Auto ins Schleudern geraten, hat sich überschlagen, um letztendlich durch die Leitschienen zum Stehen zu kommen. Erst wie in diesem Fall, bei dem der Wagen zu brennen begonnen hat, kommt dem Thema Fahrzeugbrand wieder Bedeutung zu. Also erst dann, wenn schon etwas passiert ist", kritisiert ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Nach Ansicht des Club-Cheftechnikers müssen die Erkenntnisse aus der Unfallforschung und Crashtests ständig in die Fahrzeugentwicklung hineinfließen.

Für Lang ist neben der Mitnahme von Feuerlöschern der verpflichtende Einbau automatischer Löschsysteme in neue Fahrzeuge die sinnvollste Möglichkeit, Fahrzeugbrände zu verhindern. "Es sollen aber nicht nur Lkw und Busse mit einem Löschsystem ausgerüstet werden, sondern auch Pkw. Automatische Löschanlagen haben den entscheidenden Vorteil, dass sie auch den Fahrzeugbrand bekämpfen, wenn die Fahrzeuginsassen nicht in der Lage sind zu löschen", sagt Lang.

Der ÖAMTC fordert darüber hinaus, dass das Thema "Richtiges Verhalten bei Brandunfällen" EU-weit in die Ausbildung aller Führerscheinklassen einbezogen wird. Dadurch soll die Bereitschaft und Kompetenz aller Verkehrsteilnehmer zur aktiven Hilfe bei Fahrzeugbränden gesteigert werden. "Sinnvoll wäre es darüber hinaus, dass Lkw und Busse neben automatischen Löschanlagen auch größere Feuerlöscher an Bord haben, um im Fall eines Brandes bei einem anderen Fahrzeug helfen zu können", rät der Cheftechniker des Clubs.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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