KMU-Offensive: Pacher verlangt zusätzliche Förderprogramme und zusätzlich 10 Mio. Euro für den Kärntner Mittelstand

"Man muss nicht groß sein, um Großes zu leisten. Nicht jedes kleine Unternehmen wird groß - aber jedes große Unternehmen war einmal klein."

Wien (OTS) - "Mehr Geld für die Kleinen und KMU-freundlichere Programme" verlangte heute WK-Präsident Franz Pacher von der künftigen Kärntner Wirtschaftsförderung. Den Anspruch begründete er mit der großen Bedeutung der KMU in Kärnten.

Die Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat der Kärntner Wirtschaft. Mehr als 98 Prozent der Betriebe sind KMU und beschäftigen über 80 Prozent der Arbeitnehmer in der gewerblichen Wirtschaft; knapp 11.000 Betriebe sind "Ein-Personen-Unternehmen".

Ganz eindeutig dominieren die KMU das Wirtschaftsgeschehen im Lande. Sie garantieren eine Vielzahl und Vielfalt von selbständigen Erwerbsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen. Die KMU erwirtschaften nicht nur den großen Teil des Steueraufkommens, sie bilden aus und zeigen neben einer hohen Verantwortung für ihre Mitarbeiter eine starke lokale Verankerung. Pacher: "Für mich sind die KMU der Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung in Kärnten. Geht es den KMU’s gut, geht es allen gut..." Der Motor der Wirtschaft darf aber nicht vernachlässigt werden, er braucht ausreichend "Treibstoff".

Trotz ihres hohen Stellenwertes fallen viele KMU-Betriebe bei Förderungen durch den Rost, sind aus Wirtschaftsförderungsprogrammen ausgeklammert und fühlen sich sehr vernachlässigt. "So kann es nicht weitergehen, wir brauchen mehr Unterstützung für unsere Klein- und Mittelbetriebe", so Pacher. Ohne eine höhere Dotierung des KWF-Budgets wird es aber nicht gehen, wir schlagen zusätzlich
10 Mio Euro für eine KMU-Offensive vor. Unsere Forderung, so Pacher weiters, ist nur legitim, wenn man bedenkt, dass heuer die Landesmittel für soziale Wohlfahrt und Gesundheit gegenüber 2003 um 45 Mio. Euro aufgestockt wurden. Präsident Pacher verlangt also ein Basisförderungsprogramm, das ausschließlich auf KMU zugeschnitten ist. Präsident Pacher bringt es auf den Punkt: "Man muss nicht groß sein, um Großes zu leisten. Nicht jedes kleine Unternehmen wird groß - aber jedes große Unternehmen war einmal klein."

Für den Kammerpräsidenten ist in diesem Zusammenhang die Kärntner Politik stark gefordert: "So erfreulich die jüngsten Bekenntnisse für die kleinen und kleinsten Betriebe sind, jetzt müssen den Aussagen Taten folgen". Pacher weiters: "Im Übrigen sollte der Politikeinfluss auf die Strategieausrichtung beschränkt sein, nicht aber auf das operative Geschäft. Also keine Verpolitisierung der Fördereinrichtungen".

Forderung: Basisprogramm zur Förderung von Kärntner KMU

Die wichtigsten Anforderungen an ein neues Basisförderprogramm sind:

  • Herabsetzung der Mindestinvestitionsvolumen auf 10.000 Euro.
  • Ein Förderungsprogramm für alle Branchen.
  • Lediglich die Investition in das Sachanlagevermögen ist das maßgebliche Entscheidungskriterium.
  • Übernahme von Bürgschaften für Fremdfinanzierungen bei Kleininvestitionen.
  • Antragstellung so einfach wie ein Wohnbauförderungsantrag.
  • Mehr Informationen und besserer Zugang zu den Wirtschaftsförderungen für die Betriebe.

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