Eder zu Postbus-Privatisierung: "Ausverkauf geht munter weiter"

Statt vernünftiger Verkehrskonzepte Verschleuderung des Staatsvermögens

Wien (SK) "Die Verschleuderung, der Ausverkauf des Vermögens von acht Millionen Österreicherinnen und Österreichern geht nun munter weiter", so kommentiert SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder den heute von der Regierung per Inserat gestarteten Beginn der Teilprivatisierung der Postbus AG. "Anstatt vernünftige Verkehrskonzepte, die Bahn, Regionalbahnen und Bus integrieren, zu entwickeln, betreibt diese schwarz-blaue Regierung mit Kanzler Schüssel eine Verscherbelungspolitik, wo sich einige wenige lukrative Firmenteile unter den Nagel reißen können, die Bevölkerung aber 'draufzahlt", kritisiert Eder am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Was wird verkehrspolitisch durch die Privatisierung besser? Werden weiterhin auch alle Dörfer vom Postbus angefahren oder ist die Privatisierung nicht eher Beginn einer gewinnorientierten Politik, wo Menschen, die aus finanziellen oder Altersgründen kein Privatfahrzeug zur Verfügung haben und auf den Bus angewiesen sind, künftig zu Fuß gehen dürfen oder sich den Bus nicht mehr leisten können?", so Eder. Wenn die Teilprivatisierung der erste Schritt zur Gesamtliquidierung des Postbusses ist, dann hätte dies verheerende Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit.

Besonders ärgert Eder, dass die Regierung die "einmalige Chance, die sich durch die EU-Erweiterung ergeben hat, nicht nutzt". So hätte man längst die Dienste und das Know how der Postbus AG und entsprechende Nahverkehrskonzepte für die neuen EU-Nachbarstaaten anbieten können; "stattdessen gehen wir den Weg des Verschleuderns und Verscherbelns und ruinieren dabei noch unsere eigene Infrastruktur", so Eder abschließend. (Schluss) ah

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