Sima zu Temelin-Störfall: Kein Ende der Pannenserie

"Regierung hat in Anti-Atom-Politik resigniert"

Wien (SK) Den neuerlichen Störfall im Akw Temelin hält SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima für überaus Besorgnis erregend, zumal dabei der Primärkreislauf - "das Herzstück eines Reaktors", so Sima -betroffen ist. Wie am Montag bekannt wurde, sind aus dem Block 2 des Akw Temelin 3.000 Liter radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Sima erinnerte daran, dass dies nicht das erste Mal sei, dass radioaktiv kontaminiertes Wasser austritt. Am 31. Mai 2001 waren aus dem Block 1 von Temelin 80.000 Liter verseuchtes Wasser ausgetreten. ****

"Das ist der 65 Störfall im umstrittenen Akw Temelin und ein Ende der Pannenserie ist nicht abzusehen", warnte Sima. Für sie steht fest, dass es sich dabei nicht um Anlaufschwierigkeiten handelt, sondern dass die Betreiber des Akw ihr Prestigeprojekt "einfach nicht im Griff" hätten.

Von der österreichischen Regierung fordert Sima, auf den Tisch zu legen, was sie zu tun gedenke, "denn das Melker Protokoll scheint gar nichts gebracht zu haben", so Sima gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Für Sima macht es "den Eindruck, dass die österreichische Regierung in der Anti-Atom-Politik bereits resigniert hat". (Schluss) wf

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