Impulstag zur Wohnbauforschung in Niederösterreich

Prokop: Energieeinsparung ein zentrales Anliegen

St. Pölten (NLK) - "Von der Quantität zur Qualität - Die NÖ Wohnbauforschung als Wegweiser für 15 Jahre Baugeschehen in Niederösterreich." So bezeichnete Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop den achten Impulstag im Landhaus in St. Pölten, an dem Experten aus der Wohnungswirtschaft, Architekten, Planer und Baumeister sowie Vertreter von Banken, Sparkassen und Behörden teilnahmen. Organisiert wurde dieser Impulstag mit dem Titel "Wohnbauforschung - Impulsgeber für die Wohnungswirtschaft" von der NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie.

Niederösterreich sei am Ende des Zweiten Weltkriegs das meistzerstörte Bundesland gewesen, meinte Prokop. "Ziel war es deshalb, möglichst schnell Wohnraum zu schaffen." Nach der ersten Ölkrise habe man sich aber auf ökologische Zielsetzungen besonnen. Prokop: "Wir haben die Energieeinsparung als ganz zentrales Thema verpflichtend vorgeschrieben." Das Land habe derzeit jedenfalls ein modernes Wohnbaumodell, "für viele das modernste Österreichs". Ziel sei es, Anreize für Bauwerber, Bauträger und Bauherren zu schaffen, z. B. den Co2-Ausstoß zu verringern. Man habe auch den Energieausweis verpflichtend eingeführt.

Dazu sei die Zahl der Single-Haushalte von 1991 bis 2001 um 28 Prozent gestiegen, jene der Zwei-Personen-Haushalte um 17 Prozent, so Prokop. Zudem habe man die Verlagerung der Wohnbauförderungsmittel in Richtung Sanierung forciert: Von 23.000 geförderten Wohneinheiten im Jahr 2003 betrafen 40 Prozent den Neubau und 60 Prozent die Sanierung. Damit habe man ein Bauvolumen von 1,4 Milliarden Euro ausgelöst und 30.000 Arbeitsplätze gesichert bzw. erhalten.

Die Wohnbauforschung ist in Niederösterreich seit Ende 1987 gesetzlich verankert. Seither wurde eine Fülle von wissenschaftlichen Aktivitäten und interessanten Forschungsarbeiten gefördert und dokumentiert.

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