Amon: Wo bleibt nach der Gusenbauer-Aussage der Aufschrei von Swoboda und Vranitzky?

SPÖ hat Straße der politischen Kultur völlig verlassen

Wien, 7. Juni 2004 (ÖVP-PK) "Scheinbar steht es jetzt bei
der SPÖ auf der Tagesordnung, derart untragbare Aussagen zu machen", sagte heute, Montag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR
Werner Amon. "Die heutige Aussage von SPÖ-Chef Gusenbauer,
wonach im Nationalrat am vergangenen Freitag eine 'Pogrom-
Stimmung' geherrscht hat und der SPÖ-Abgeordnete Broukal
deshalb seine unqualifizierte Wortmeldung abgegeben hat, ist
nicht nur eine schlechte Ausrede, sondern sie ist auch auf Schärfste zurückzuweisen und zu verurteilen", so Amon. ****

Beschämend sei, dass Altbundeskanzler Franz Vranitzky,
der mit Gusenbauer bei dieser Pressekonfernenz anwesend war,
die Aussagen seines Parteifreundes nicht sofort zurückgewiesen habe. "Gerade von einem Altbundeskanzler hätte ich mir eine sofortige Reaktion erwartet", so Amon. Scheinbar sei das in
der SPÖ wieder einmal niemandem aufgefallen oder Teile der SPÖ seien sich der Tragweite derartiger Aussagen nicht bewusst.

Auch vom Spitzenkandidaten der SPÖ, Hannes Swoboda,
forderte Amon eine Stellungnahme ein. "Swoboda, der eigentlich wissen müsste, dass das europäische Parlament gleichsam eine Antithese zu nationalistischen Einstellungen darstellt, hätte sofort, nachdem Gusenbauer diese Aussage getroffen hat,
Position beziehen müssen", so Amon. Gerade er müsse sich schnellstens von derartigen Aussagen Gusenbauers distanzieren.

Dass in letzter Zeit immer wieder Sozialdemokraten durch solche Formulierungen auffielen, sei für den ÖAAB-Generalsekretär sehr bedenklich. "Scheinbar hat die SPÖ die Straße einer geordneten politischen Kultur völlig verlassen
und ist in eine Sackgasse der historischen Verwicklungen
unterwegs, aus der sie so schnell nicht mehr heraus zu kommen scheint", schloss Amon.

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