Gabriel unterstützt Besetzung der Uni Wien

Die LINKE tritt gegen Uni-Privatisierung auf Gabriel:Politische Privatisierung der Unis ist ein Akt geistiger Barbarei

Wien (OTS) - "Die LINKE steht solidarisch an der Seite der Studierenden in ihrer Besetzung von Räumen am Campus der Universität Wien. Wir unterstützen ihren Kampf gegen das autoritäre Universitätsgesetz 2002 der Bundesregierung. Die LINKE ist gegen die Privatisierung der Universitäten und des gesamten Bildungssystems. Dafür werden wir uns mit der ganzen Kraft der sozialen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen im EU-Parlament einsetzen.", so Leo Gabriel heute bei der
Besetzung des Facultas-Gebäudes am Campus der Uni Wien.

"Die Freiheit der Wissenschaft und Lehre ist akut durch das "markthörige" Denken der Profitmaximierung bedroht.", so die Einschätzung des Leiters des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Lateinamerikaforschung. "Die Demokratisierung der Universitäten, die über die letzten Jahrzehnte mühsam erkämpft werden musste, ist in ein paar Jahren durch die jetzige Bundesregierung bewußt zerstört worden. Es werden viele Menschen vom Zugang zur Universität durch die Studiengebühren ausgeschlossen, die Lehrenden des Mittelbaus werden aus der Mitbestimmung und mit neuen freien Dienstverträgen aus der sozialen Sicherheit gedrängt. Die studentische Mitbestimmung wurde ganz abgeschafft. Die Studienpläne und Prüfungen werden nach kapitalistischen Bedürfnissen ausgerichet, die Forschung und das kritische Denken sollen gegenüber dem systembejahenden Wirtschaftspragmatismus zurückgedrängt werden.", konstatiert Gabriel.

"Die Universitäten in Österreich werden wieder von Hierarchien und autoritären Rektoraten regiert, die von blau/schwarzen Universitätsräten aus Industrie und CV politisch überwacht werden. Diese politische Privatisierung der Universitäten ist ein Akt der geistigen Barbarei und ein ungeheurer Skandal gegen den sich alle Menschen in Österreich solidarisch im Interesse des Landes wehren müssen.", so der Aufruf des Spitzenkandidaten der LINKE/Liste 5 zur Europawahl.

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