Voggenhuber fordert einen Moment des Innehaltens in der Eskalation verbaler Gewalt

Gusenbauers Vergleich ist Beleidigung der großteils jüdischen Opfer von Pogromen - Schüssel muss Regierungsparteien mäßigen

Wien (OTS) - "Es muss nun einen Moment des Innehaltens geben. Die gegenwärtige Eskalation verbaler Gewalt zerstört jede Form der politischen Verständigung und jede angemessene Auseinandersetzung über die Geschichte dieses Landes", so Johannes Voggenhuber, Spitzenkandidat der Grünen. "Ich kann den Zorn der SPÖ über die Pervertierung der Debatte über die Sanktionen und die Versuche seitens von ÖVP und FPÖ, den Nationalismus aufzuwühlen, verstehen. Doch die heutige Aussage von Alfred Gusenbauer, wonach während der Rede von Broukal im Parlament eine 'absolute Pogrom-Stimmung' geherrscht habe, ist eine Beleidigung der großteils jüdischen Opfer von Pogromen durch die Jahrhunderte", so Voggenhuber.

Die derzeitige Auseinandersetzung werde immer gespenstischer und sei eine Instrumentalisierung der Geschichte jenseits der historischen Wirklichkeiten. "ÖVP, SPÖ und FPÖ sollen sich aus der gegenseitigen Verklammerung befreien. Elemente des Hasses sind unüberhörbar und ein Spiel mit den Brüchen der 1. Republik wird sichtbar. Sie beginnen den inneren Frieden aufs Spiel zu setzen", so Voggenhuber

"Bundeskanzler Schüssel, der jahrelang zu den unerhörtesten Aussagen des Herrn Haider geschwiegen hat und jetzt an der Empörungsschraube über die SPÖ weiterdreht, soll endlich die Verantwortung übernehmen und Worte der Mäßigung gegenüber den entgleisenden Regierungsparteien finden", so Voggenhuber.

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