Wiener Grüne: ÖVP-Vorschläge zum Verkehr sind von Realitätsverlust gekennzeichnet

Maresch: "VP-Gerstl hat wohl den Goldesel im Stall."

Wien (Grüne) - In ganz Österreich wird ein Sparbudget nach dem anderen beschlossen. Eine Sozialinitiative nach der anderen muß aufgeben, weil die öffentliche Hand als Geldgeber ausfällt. Schulprogramme fallen dem Rotstift zum Opfer. "Und jetzt kommt der Verkehrssprecher der ÖVP und verlangt den Bau von weiteren Garagen und das "Recht auf einen Stellplatz. Das ist nicht zu fassen", wundert sich der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Gemeinderat Rüdiger Maresch. "Abgesehen davon daß die Ausweitung des Garagenbaus verkehrspolitischer Unsinn ist, muß mir der Herr Gerstl einmal erklären, woher er das Geld dafür nehmen will. 600 Volksgaragen pro Bezirk bedeuten rund 280 Mio. Euro Er hat wohl irgendwo einen Goldesel im Stall stehen."

Weiters erteilt Maresch Gerstls Vorschlag, die Stellplatzverpflichtung auf 1,5:1 zu erhöhen eine klare Absage. "Die Tiefgaragen unter Wohnhäusern in den Außenbezirken stehen jetzt schon gähnend leer und werden von Verkehrsplanern als "Katakomben der Neuzeit" bezeichnet." Und nicht einmal die bestehenden Garagen im Zentrum sind voll ausgelastet. "Herr Gerstl sollte sich einmal überlegen, warum dies so ist", so Maresch weiter. "Weil es nämlich im Großteil von Wien kein großes Problem darstellt, einen Parkplatz zu finden." Probleme gibt es nur dort, wo es kein Parkpickerl gibt bzw. am Abend, wenn das Parkpickerl nicht mehr gilt. "Daher muß es endlich zur räumlichen und zeitlichen Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung kommen", fordert Maresch nachdrücklich. Dies wäre verkehrspolitisch sinnvoller, rasch umsetzbar und finanziell machbar.

Diese unglaublichen Vorschläge zeigen leider wieder einmal die verkehrspolitische Prioritätensetzung der Wiener ÖVP: "Zuerst die Windschutzscheibe und danach lange nichts" - leider ist die Wiener SPÖ in dieser Beziehung auch nicht viel besser, deren Vertreter sagen es nur nicht so offen, aber ihre Parkraumpolitik spricht eine eindeutige Sprache.
"Es ist hoch an der Zeit, daß sich die Wiener VerkehrspolitikerInnen ein Beispiel an anderen großen europäischen Metropolen wie London und Stockholm nehmen und dem öffentlichen Verkehr und der Verkehrsvermeidung eindeutig und kompromißlos Vorrang einräumen. Unter anderem muß auch in Wien rasch eine Staumaut eingeführt werden", fordert Maresch abschließend.

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