Alpine: Aluta mit umfassender Sachverhaltsdarstellung bei Salzburger Untersuchungsrichterin

Bauherren des Münchner Stadions stehen zur Alpine. Zusätzlicher Auftrag zum Ausbau des Gastronomiebereiches im Münchner Stadion wurde erteilt.

Salzburg (OTS) - Am Freitag, dem 4. Juni 2004 hat Dietmar Aluta-Oltyan bei der Untersuchungsrichterin am Landesgericht Salzburg eine umfassende Stellungnahme zu den strafrechtlichen Vorwürfen sowie Urkundenvorlagen und Anträge abgegeben.

Er legte dar, dass es sich bei der Bezahlung der Vergütung an Stefan Dung ausschließlich um eine Honorierung des Tipps, doch gemeinsam mit dem Architekturbüro Herzog & de Meuron an der Ausschreibung des Münchner Stadions teilzunehmen, handelte und die Vergütung nicht in den Angebotspreis eingerechnet wurde.

Aluta stellte ausdrücklich fest, dass die Alpine gar nicht darüber nachgedacht hatte, an der Ausschreibung für das Münchner Stadion teilzunehmen, weil als Bieterkriterium der Nachweis zu erbringen war, schon Stadien errichtet zu haben. Dies war aber bei der Alpine nicht der Fall. Zusätzlich galt für die Bewertung der eingereichten Projekte der Schlüssel: 70 Prozent die architektonische Leistung und 30 Prozent der Preis der Bauleistung.

Das Thema Ausschreibung des Münchner Stadions war schon lange vor der tatsächlichen Ausschreibungseröffnung Tagesgespräch in der Bauszene, und alle großen Bauunternehmungen hatten sich schon im Vorfeld die Partnerschaft weltbekannter Architekten gesichert. Erst Dung habe auf das Architekturbüro Herzog & de Meuron aufmerksam gemacht, das nicht nur einen ausgezeichneten kreativen Ruf, sondern auch Stadionbauten nachweisen konnte und sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschlossen hatte, an der Ausschreibung teilzunehmen. Aluta kannte zwar das Büro Herzog & de Meuron, wusste aber nicht, dass dieses schon Stadien geplant hatte. Daher war der Tipp von Dung für Alpine besonders wertvoll.

Die Buchhaltungsunterlagen der Alpine Bau Deutschland GmbH, die ein völlig selbstständiges und eigenverantwortliches Unternehmen ist und die Kalkulation für dieses Projekt erstellt hat, zeigt eindeutig auf, dass die Zahlung an Dung nicht in den Angebotspreis einberechnet wurde. Diese Vergütungsvereinbarung erfolgte ausschließlich zwischen Dung und Aluta-Oltyan in Salzburg. Dieser Betrag belastet nachweislich ausschließlich die Buchhaltung der Alpine Salzburg.

Die Zahlung war daher kein Schaden für den Auftraggeber, der ein völlig selbständiges, privates Unternehmen darstellt und keinerlei öffentliche Förderungen erhält.

Dass Aluta sich mit Wildmoser jun. durch Vermittlung von Dung erstmals nach der Präsentation der zwei Siegerprojekte (Alpine und Bögl) getroffen hatte, um sich zu informieren, wie diese gelaufen sei, weil er negative Berichte darüber gehört hatte, ist nichts Außergewöhnliches und war in dieser Art von Vergabeverfahren (Verhandlungsverfahren) ordnungsgemäß.

Der Hinweis von Wildmoser jun. bei diesem Gespräch, dass Alpine sich nicht nur bei der Präsentation der Unterlagen zu verbessern hätte, sondern auch noch im Preis nachlassen müsste, hat sich nach Einsicht der bei Gericht zugänglichen Unterlagen sogar als Fehlinformation von Wildmoser jun. herausgestellt.

Denn die Alpine hatte sogar beachtlich unter dem Preis der Firma Bögl gelegen (24 Millionen Euro) und war somit bereits Billigstbieter. Darüber hinaus war der Entwurf von Herzog & de Meuron der eindeutige Favorit, nicht nur der Medien, sondern auch des 17-köpfigen, unabhängigen Obergutachter-Gremiums. Der dann von Alpine nochmals um 10 Millionen Euro reduzierte Angebotspreis wäre demnach gar nicht nötig gewesen, um den Projektzuschlag zu erhalten. Insofern wurde die Geschäftsführung der Alpine sogar getäuscht.
Aluta ist zuversichtlich, dass sich die Vorwürfe bald als haltlos herausstellen werden.

Erwähnenswert ist darüber hinaus, dass trotz des negativen Medienrummels, die Bauherren mit der Arbeit von Alpine so zufrieden sind, dass man vor wenigen Tagen auch den Zuschlag für den Ausbau des Gastronomiebereiches im Münchner Stadion im Wert von rund 12 Millionen Euro an Alpine vergeben hat.

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