Schweiz: Wirtschaft erholt sich weiter

Exporte stagnieren auf hohem Niveau, Importe legten leicht zu -Schweiz ist viertwichtigster Handelspartner Österreichs

Wien (PWK400) - Die wirtschaftliche Erholung der Schweiz, die
sich seit Herbst des Vorjahres abzeichnet, hält auch zu Jahresbeginn an. Positive Impulse gehen vor allem von den Warenexporten und der anhaltend starken Konsumnachfrage aus. Aufgrund der Exportbelebung kann für das laufende Jahr darüber hinaus mit einer Zunahme der seit zwei Jahren rückläufigen Ausrüstungsinvestitionen gerechnet werden. "Die für heuer vorliegenden Wachstumsprognosen, die von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,8 % ausgehen, erscheinen somit aus heutiger Sicht durchaus realistisch", erwartet Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ.

Klaus Zyla, WKÖ-Handelsdelegierter in Zürich, zieht Bilanz: "Die Schweiz ist seit Jahren der viertwichtigste Handelspartner Österreichs. Nur in Deutschland, Italien und den USA konnten mehr Produkte abgesetzt werden. Der Handelsbilanzüberschuss machte im vergangenen Jahr beachtliche 1,5 Milliarden Euro aus." Die österreichischen Ausfuhren in die Schweiz stagnierten mit 4,1 Milliarden Euro (-0,3% gegenüber 2002) auf hohem Niveau und die Importe legten um 3,3% auf 2,6 Milliarden Euro zu. Da die Importe "nur" um 3,3% angestiegen sind, fiel die Schweiz in der Rangfolge der wichtigsten Lieferländer auf Rang sechs zurück und wurde von der Tschechischen Republik und den USA überholt.

Mittlerweile sind auch österreichische Anbieter von Dienstleistungen in der Schweiz äußerst erfolgreich. Infolge der räumlichen Nähe, der Absenz von Sprachschwierigkeiten, ähnlicher Konsumgewohnheiten und des hohen Qualitäts- und Preisniveaus, bietet sich die Schweiz vor allem als idealer Einstiegsmarkt für Erstexporteure an. Die Außenhandelstelle Zürich unterstützt diese Bemühungen nicht nur durch individuelle Beratung sondern auch durch ein breit gestreutes Veranstaltungsprogramm. Zyla: "Für österreichische Firmen ist die Schweiz als traditioneller Handelspartner interessanter als je zuvor, da viele Schweizer und Schweizer Firmen tendenziell ihr Konsum- bzw. Investitionsverhalten verändern. Es wird nicht mehr automatisch das einheimische Produkt gekauft, sondern attraktive ausländische Angebote werden immer öfter in Erwägung gezogen."

Neben den gut laufenden bilateralen Handelsbeziehungen konnte Österreich im vergangenen Jahr auch wieder als Urlaubsziel punkten. 2003 verbrachten um 7,7% mehr Schweizer ihren Urlaub in Österreich als noch ein Jahr zuvor, wodurch der Schweizer Gast schon die viertwichtigste Zielgruppe - noch vor Italienern und Engländern -darstellt. Auch die Flugverbindungen zwischen Österreich und der Schweiz wurden durch die neue Fluglinie Helvetic bereichert. Damit bieten jetzt sieben Fluglinien Verbindungen zwischen Österreich und der Schweiz an. Zusätzlich wird das Angebot mit Sky Europe verstärkt, die mit Bratislava eine "Quasi-Wien-Destination" anfliegt. (BS)

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