Prets sieht 31-Prozent-Frauenquote im EP gefährdet

SPÖ-Europaabgeordnete Prets appelliert: "Frauen geht zur EU-Wahl und stärkt die Position der Frauen im Europäischen Parlament"

Wien (SK) Wenn am 13. Juni über die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments abgestimmt wird, fällt gleichzeitig auch die Entscheidung über die künftige EU-Frauenpolitik. "Darum macht von eurem Wahlrecht Gebrauch und sorgt dafür, dass möglichst viele Parlamentarierinnen in das Europäische Parlament einziehen", appelliert die burgenländische SPÖ-Spitzenkandidatin für die EU-Wahl, Christa Prets, an die Frauen. ****

"35 Prozent Frauenquote bei den Kandidaten zur kommenden EU-Wahl der 25 ist enttäuschend, das definitive Wahlergebnis kann somit drastisch unter den derzeitigen Frauenanteil von 31 Prozent im Europäischen Parlament fallen", bedauert Prets. Laut Mitteilung der Generaldirektion für Öffentlichkeitsarbeit vom 4. Juni 2004 seien von den 14.670 KandidatInnen, die sich um die 732 Sitze bewerben, nur 5.135 (35,13 Prozent) Frauen. "In Frankreich wurde die Parität voll erfüllt", lobt Prets und kritisiert Malta, "wo nur drei von 27 KandidatInnen weiblich sind".

In Österreich habe von den jeweils 36 KandidatInnen die sozialdemokratische Partei 18 Frauen, die ÖVP 16 Frauen, die FPÖ 8 Frauen und die Grünen 20 Frauen ins Rennen geschickt.

Die rote Karte stellt Prets der Europäischen Volkspartei aus, deren 295 Sitze bisher 20,33 Prozent Frauen füllten und die jetzt wieder nur 30,1 Prozent Frauen kandidiert. Im Vergleich dazu strebe die Fraktion der Sozialdemokratischen Partei in Europa eine Anhebung ihrer jetzigen Frauenquote von 28,01 Prozent an und habe 40 Prozent Frauen auf ihre Listen gesetzt.

"Frauen stellen in der Europäischen Union die Bevölkerungsmehrheit dar. Zur Durchsetzung ihrer spezifischen Anliegen brauchen sie in Brüssel eine starke Lobby. Auch basiert eine pluralistische parlamentarische Demokratie auf einer Ausgewogenheit der Geschlechter", sagte Prets. Sie hofft, "dass der Aspekt der Gleichstellung stärker als bisher zum Tragen kommt und mehr Frauen als ihre Vertreterinnen für das Europäische Parlament gewählt werden". (Schluss) wf/mp/mm

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