"kreuz&quer" am 8. Juni im ORF: "Das Blaue vom Himmel"

Die Allmacht des Marktes als neue Religion: Kapitalismus und christliche Kirchen

Wien (OTS) - Für den deutschen Philosophen Walter Benjamin stellte sich schon 1921 der Kapitalismus als "Kultreligion" dar, der deutsche Schriftsteller Carl Amery formulierte die brisante These, dass die christlichen Kirchen die scheinbare Koexistenz mit dem totalen Markt nicht überleben würden. An konkreten Beispielen wie etwa einem Ferienklub in Afrika zeigt der "kreuz&quer"-Filmessay "Das Blaue vom Himmel: Die Allmacht des Marktes als neue Religion" von Andreas Gruber am Dienstag, dem 8. Juni 2004, um 23.05 Uhr in ORF 2, wie die neue Religion des totalen Marktes ihre "Seelsorge" entfaltet und damit den traditionellen Kirchen mit deren eigenen Methoden und Ansätzen das Wasser abgräbt.

Spätestens mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Bankrott des real existierenden Sozialismus ist Walter Benjamins These, wonach der Kapitalismus eine reine Kultreligion ohne Dogma und Transzendenz ist, weltweit Realität geworden. Der totale Markt beherrscht fast alle gesellschaftlichen Bereiche als Leitsystem und Quasireligion. Dies hat schwerwiegende Folgen für die christlichen Kirchen des Westens.

Durchaus kontrovers kommen zu diesem Thema der Modedesigner Wolfgang Joop, der katholische Theologe Jozef Niewiadomski, der Werbemanager Hans Reifetshammer, der Schriftsteller Ernesto Cardenal und der Wiener Kulturphilosoph Wolfgang Müller-Funk zu Wort.

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