Bürgermeister Häupl versagt beim Personal- und Krisenmanagement im KAV

Wien (OTS) - "Entweder führt Bürgermeister Häupl die Opposition taktisch an der Nase herum, oder die Wiener Stadtregierung wurde von Panik erfasst und opfert nun einige Sündenböcke. Es ist erstaunlich, dass Bürgermeister Häupl bisher zu den Personalmaßnahmen im Wiener Krankenanstaltenverbund keine Stellungnahme abgegeben hat. Bis jetzt gibt es dazu nur Aussagen aus seinem Büro. Diese Aussagen wurden dann aber von den Medien und der Opposition zugleich so interpretiert, dass der Bürgermeister nun endlich reagiere. Diese Form von Führung und Öffentlichkeitsarbeit des Bürgermeisters ist nicht geeignet, die Probleme in der Altenpflege zu beheben. Es ist unzumutbar, wenn derartige Personalmaßnahmen gesetzt werden und man den Phantasien über die Gründe einen derart offenen Raum lässt - noch dazu mit den vorangegangenen Diskussionen," kritisierte heute der FCG-Vorsitzende der Wiener Gemeindebediensteten Kurt Obermülner.

Der für den Krankenanstaltenverbund zuständige FCG-Hauptgruppenvorsitzende Oliver Rumler verwies darauf, "dass personelle Konsequenzen zwar eine richtige Maßnahme sein können, dass der jetzige Zeitpunkt aber nicht nachvollziehbar ist. Seit vielen Jahren gibt es massive Probleme in den Altenpflegeeinrichtungen -lange Zeit wurde dies auch durch die sozialdemokratische Mehrheit der Gewerkschaftsvertretung der Öffentlichkeit verschwiegen. Einige Monate vor dem "Pflegeskandal" trugen dann die sozialdemokratischen Gewerkschafter wenigstens intern Kritik und eindringliche Hilferufe mit und informierten auch die amtsführende Stadträtin. Während des gesamten Zeitraumes der Untersuchungskommission waren aber dann die SPÖ-Mandatare nur mehr bemüht darzustellen, dass es keinen Skandal gab - und da es keinen politischen Skandal gab, hat auch niemand die politische Verantwortung zu übernehmen. Um so verwunderlicher ist die jetzige Diskussion über die Managementverantwortung. Wir sind nicht grundsätzlich gegen personelle Konsequenzen, aber wenn es solche gibt, dann gehören diese gut begründet, dürfen keine Sündenbockqualität aufweisen und müssen auch die politische Verantwortungsebene mit einbeziehen."

Abschließend stellte Rumler fest, "dass es vordringlich sei, die richtigen sachlichen Konsequenzen aus den zurückliegenden Vorfällen zu ziehen. Wenn nun aus unseriösen und überhasteten Gründen die Führung ausgetauscht wird, dann sei zu befürchten, dass es bis zur Einarbeitung der neuen Führung neuerlich Stillstand und Fehlentwicklungen geben könnte." (Schluss)

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