Der Dienstmann singt und grantelt wieder

ORF-Schwerpunkt zum 40. Todestag von Hans Moser

Wien (OTS) - Hans Moser - über Generationen hinweg galt und gilt
er als herausragende Persönlichkeit unter den Volksschauspielern und Menschendarstellern Österreichs. Zum 40. Todestag widmet ORF 2 dem unvergessenen Grantler und liebenswerten Nörgler ab 12. Juni 2004 einen Programmschwerpunkt. Gute Gelegenheit, jene Filmschätze -darunter den Klassiker aller Moser-Klassiker, "Hallo Dienstmann" -dem TV-Publikum zu präsentieren, für die der ORF erst kürzlich die Fernsehrechte aus dem Kirch-Besitz erworben hat. ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner merkte dazu an: "Ich bin stolz darauf, diesen Vertrag abzuschließen. Wir haben die Moser-Klassiker zurück nach Österreich geholt." So ist der liebenswürdige Nuschler, dessen schauspielerische Verkörperung der österreichischen Seele bis heute unvergessen ist, in folgenden Klassikern wiederzusehen:

Wir bitten zum Tanz (s/w): Samstag, 12. Juni, um 13.30 Uhr

Mit diesem 1941 entstandenen Lustspiel gelang Regisseur Hubert Marischka eine reizende Komödie mit dem herrlichen Duo Moser/Hörbiger. Paul Hörbiger macht Hans Moser Konkurrenz in der Liebe und mit einer Tanzschule: Seit Jahren besitzt Karl Hofeneder (Hans Moser) in seinem Bezirk eine Tanzschule. Doch nun bekommt er Konkurrenz. Ausgerechnet Georg Roublé (Paul Hörbiger), der Mann, der vor 20 Jahren Hofeneders Allerliebste geheiratet hat, eröffnet unweit von ihm auch eine Tanzschule. Ein erbitterter Wettstreit führt zu allerlei Missverständnissen.

Vier Mädels aus der Wachau: Sonntag, 13. Juni, um 14.55 Uhr

Weineck ist ein stilles, vergessenes Dörfchen in der Wachau. Allerdings nur bis zu dem Tag, an dem fast gleichzeitig die junge Wirtswitwe und ihre Küchenmagd Rosina je ein Mädchen-Zwillingspärchen zur Welt bringen. Großvater Anton Zacherl (Hans Moser), der schon genug mit dem Gasthof zu tun hat, zerbricht sich den Kopf, wie er bei dem Kindersegen helfen könnte. Da kommt ihm der Zufall zu Hilfe. In diesem von Regielegende Franz Antel 1957 gedrehten Film sind neben Hans Moser auch Heinz Conrads und die Kultzwillinge der fünfziger Jahre, Ellen und Alice Kessler, sowie Jutta und Isa Günther ("Das doppelte Lottchen") zu sehen.

Die verschwundene Frau (s/w): Samstag, 19. Juni, um 9.30 Uhr

In dieser Kriminalkomödie aus dem Jahre 1937 ist neben Moser auch der unvergessene Theo Lingen zu bewundern. Frau Bartel (Lucie Englisch) verlässt ihren Mann Ferdinand (Paul Kemp), weil er sich von der Hündin Susi, deretwegen sie sich vernachlässigt fühlt, nicht trennen will. Nach einigen unangenehmen Abenteuern mit Susi ersucht Ferdinand den Tierarzt Dr. Steiner brieflich, die Hündin mit Gift einzuschläfern. Als dem Justizgehilfen Vieröckl (Hans Moser) der Brief Ferdinands in die Hände fällt, glaubt er, einem Mord an dessen Ehefrau auf der Spur zu sein.

Hallo Dienstmann (s/w): Samstag, 19. Juni, um 13.10 Uhr

Nicht zuletzt wegen seines Liedes "Hallo Dienstmann", das damals ein Gassenhauer war, begründete diese Moser-Komödie den eigentlichen Ruhm des großen österreichischen Volksschauspieler als Komiker: Professor Godai (Paul Hörbiger) von der Wiener Musikakademie geht als Dienstmann verkleidet auf einen Maskenball. Anschließend wird er im Bahnhofslokal von dem echten Dienstmann Anton (Hans Moser) um Hilfe gebeten. Godai spielt mit, zumal ihn die Dame, deren Gepäck sie transportieren sollen, sehr interessiert. Bei der schönen Frau handelt es sich aber um seine neue Kollegin an der Akademie. Der 1952 entstandene König aller Moser-Klassiker bietet höchste Komikerkunst. Entstanden ist die als Verwechslungslustspiel aufgebaute Komödie nach einer Idee Paul Hörbigers und gilt bis heute als der Moser-Klassiker. Franz Antel verfilmte das Drehbuch, das von Rudolf Österreicher stammt.

Reisebekanntschaft (s/w): Samstag, 19. Juni, um 14.50 Uhr

Auf der Jagd nach einem gestohlenen Lottogewinn richtet Hans Moser ein heilloses Chaos an: Der Privatdetektiv Fridolin Specht (Moser) genießt seinen Urlaub in Spital am Semmering. Da bekommt er einen Anruf aus Wien. Er hat 10.000 Mark in der Lotterie gewonnen. Die hübsche Sekretärin Elli Werner (Elfriede Datzig) setzt sich sofort in den Zug, um den Gewinn zu überbringen. Als Fridolin den Koffer öffnet, findet er jedoch nur Pyjama und Pantoffel vor. Vom Geld fehlt jede Spur. Fridolin beginnt messerscharf zu kombinieren. In weiteren Rollen dieser 1943 entstandenen Komödie sind u. a. Wolf Albach-Retty, Lizzy Holzschuh, Richard Eybner und Lotte Lang zu sehen.

Der Sündenbock von Spatzenhausen: Sonntag, 20. Juni, um 15.00 Uhr

Der Gemeinderat von Spatzenhausen möchte eine Autobahn bauen. Davon will Ferdinand Schöberl (Moser), der ehrgeizige Vorstand des Provinzbahnhofes, aber gar nichts wissen. Allen anderen zum Trotz besteht er darauf, Spatzenhausen zur Eilzugstation zu machen. Damit macht er sich jedoch bald alle Welt zum Feind. Der Heimatfilm entstand 1957 unter der Regie von Herbert B. Fredersdorf. Isa und Jutta Günther, Bert Fortell, Albert Rueprecht, Beppo Brehm und Joe Stöckel sind in weiteren Hauptrollen zu sehen.

Sieben Jahre Glück (s/w): Samstag, 26. Juni, um 9.30 Uhr

Ernst Marischka schuf 1942 diese Groteske, in der auch Theo Lingen einmal mehr seine komödiantische Schauspielkunst unter Beweis stellt:
Der Schriftsteller Kersten (Wolf Albach-Retty) hat seinen Diener Paul (Theo Lingen) wegen dessen nie enden wollender Pechsträhne fristlos entlassen. Dieser aber stöbert ihn in seinem idyllischen Ferienheim auf und überzeugt seinen Herrn, von nun an sieben Jahre Glück zu bringen. Wieder eingestellt, wird Paul beim ersten Auftrag wie gewohnt vom Pech verfolgt: Gemeinsam mit seinem ahnungslosen Leidensgenossen August Reisinger (Moser) landet er als vermeintlicher Bankräuber hinter Gittern.

Ober, zahlen! (s/w): Samstag, 26. Juni, um 13.10 Uhr

Das Drehbuch zu diesem - neben "Hallo Dienstmann" - wohl bekanntesten Moser-Klassiker entstammt der Feder von Hugo Wiener. E. W. Emo verfilmte dann die Komödie 1957, in der auch Paul Hörbiger wieder zu bewundern ist: Gustav (Paul Hörbiger) und Franz (Hans Moser), zwei Oberkellner im Café Alt-Wien, verteidigen diese letzte Bastion der Wiener Gemütlichkeit mit Humor und Charme gegen den griesgrämigen Besitzer, Herrn Panigl. Als Panigl den Betrieb eines Tages verkleinern will und eine Lokalhälfte verkauft, verstricken sich die beiden Freunde in Heimlichkeiten und Missverständnisse und stehen einander schließlich als erbitterte Kontrahenten gegenüber. In weiteren Rollen spielen Mady Rahl und Michael Cramer.

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