"profil": Böhmdorfer zeigt für Verständnis für Haiders Angriffe auf Swoboda

Justizminister immer noch verstimmt über EU-Weisenbericht - war "politischer Exzess" - keine Vorzugsstimme für Mölzer

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" äußert Justizminister Dieter Böhmdorfer (FPÖ) Verständnis für die Attacken der Freiheitlichen gegen SPÖ-Spitzenkandidat Hannes Swoboda. Dieser sei "in die politische Kritik geraten, weil er einen Brief geschrieben hat, der bei vielen Österreichern auf Ablehnung stößt", so Böhmdorfer. Auch für die von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider erhobene Forderung, Swoboda das Wahlrecht zu entziehen, zeigt der Justizminister Verständnis: "Die Debatte ist keine juristische, an Swoboda ist lediglich politische Kritik geübt worden." Und diese dürfe ruhig pointierter und auch schockierender formuliert werden.

Er selbst ärgere sich nach wie vor "zutiefst" über die an seiner Person im Jahr 2000 geäußerte Kritik im Bericht der EU-Weisen. "Ich habe bereits mehrfach darum gebeten, das alle österreichischen Gesprächspartner der EU-Weisen ihre Zustimmung geben mögen, dass die Gesprächsprotokolle offen gelegt werden", sagt Böhmdorfer im "profil"-Interview. Die Kritik der Weisen an ihm sei ein "politischer Exzess" gewesen.

Andreas Mölzer werde bei der EU-Wahl von ihm keine Vorzugstimme bekommen, so Dieter Böhmdorfer: "Ich werde natürlich die FPÖ wählen, aber ich glaube nicht, dass es in meiner Position richtig ist, einen Kandidaten öffentlich zu bevorzugen." Er habe aber ein Faible für jene, die ihre Politik "aus der Zeitgeschichte heraus machen".

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