Pröll beim Europa-Forum 2: Europa braucht stärkere regionale Zusammenarbeit

Regionalförderungen müssen weiter bestehen bleiben Göttweig (NÖI) - Für ein Europa mit "stärkerer regionaler Zusammenarbeit, mehr Bürgernähe und mehr Subisdiarität" sprach sich heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll beim mittlerweile 10. Europa-Forum Wachau auf Stift Göttweig aus. Europa beginne nicht mit grauer Theorie von Gesetzen und Vorschriften, sondern in der bunten Vielfalt des Zusammenspiels der Regionen. "So wie wir nachbarschaftlich miteinander umgehen, so geht das größere Europa miteinander um", so Pröll. Die Nationalstaaten und die Europäische Union seien daher aufgefordert "sensibel" mit den Regionen umzugehen.****

"Die Nationalstaaten beschließen zwar die Gemeinschaft, die Regionen jedoch praktizieren diese Gemeinschaft! Was in Brüssel beschlossen wird, wird in den Regionen übersetzt und von den Bürgern erlebt", betont der Landeshauptmann. Diese Aufgabe verlange nach Unterstützung, wobei klar sei, dass sich die Regionalförderungen ab 2007 ändern würden. "Klar muss aber auch sein, dass die Regionalförderungen bestehen bleiben und die Regionen mehr Mitspracherechte brauchen", so Pröll. Gleichzeitig warnte der Landeshauptmann aber auch vor falschem Konkurrenzdenken zwischen den Regionen. Dieses dürfe ein Zusammenwachsen nicht verhindern.

Europa brauche überdies mehr Subsidiarität. "Je größer Europa, umso dezentraler und bürgernäher müssen auch die Strukturen sein", ist der Landeshauptmann überzeugt. Die Kluft zwischen Brüssel und den Bürgern sei nur mit räumlicher und inhaltlicher Bürgernähe zu schließen. Dem müsse auch die neue Europäische Verfassung mit dem Grundsatz "Europa dort wo notwendig, Subsidiarität dort wo möglich" Rechnung tragen. Subsidiarität heiße aber auch, nicht nur zu verlangen und zu nehmen, sondern auch zu geben. Regionen müssten ihrerseits die "Übersetzung" Europas für den Bürger leisten, so Pröll.

Neben Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll referierten heute auch Österreichs Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner sowie ihre Amtskollegen aus Slowenien, Dr. Dimitrij Rupel, und Kroatien, Univ. Prof. Dr. Miomir Zuzul, teil. Für morgen werden Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und der Griechische Premierminister Dr. Konstantinos Karamanlis auf Stift Göttweig erwartet.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

VP Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020 - 140
http://www.vpnoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV0004