Pröll beim Europa-Forum 1: Europa beim Wachsen nicht überfordern

Zu Europa-Wahlkampf: Wortwahl der letzten Tage und Stunden ist Schande

St. Pölten (NÖI) - "Europa darf sich selbst nicht überfordern", das betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Rahmen des diesjährigen Europa-Forums Wachau auf Stift Göttweig: "Wir leben in einer Zeit des Verteilungskampfes in ganz Europa, wir bewegen uns zwischen Sanierung und Modernisierung und wir sehen und spüren ein Zerren der Europäischen Union, der Nationalstaaten aber auch der Regionen, wenn es um Macht und Geld geht". Dabei sei es notwendig, dieses Spannungsfeld zu entspannen und nicht durch übereiltes und zu forsches Vorangehen im Wachsen Europas weiter anzuspannen.

Pröll verwies darauf, dass Europa immer langsam gewachsen und deshalb sicher gewachsen sei. "Es ist unsere Pflicht unser Europa voranzutreiben, ihm aber zugleich Zeit zu lassen, damit es zusammenhält". Das Europa-Forum auf Stift Göttweig eröffne dazu seit seinem Bestehen interessierten Europäern eine Perspektive "wie man mit Europa umgeht und wie es mit Europa weitergeht", zeigte sich Pröll überzeugt.

Aus aktuellem Anlass nahm Pröll Bezug auf die Diskussionen rund um die Europawahlen: "Die Sanktionen gegen Österreich waren eine Belastung für Europa. Die Wortwahl der letzten Tage und Stunden ist eine Schande. All das weckt kein Interesse der Menschen an Europa, bewegt niemand Unentschlossenen, zu einer so wichtigen Wahl für Europa zu gehen und ist auch ein Schlag gegen den Geist der Gründerväter dieses Europas. Setzen wir einen Kontrapunkt vom Göttweiger Berg, indem wir für Europa so wie bisher voraus- und weiterdenken", meinte der Landeshauptmann.

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