EU-Wahl: SPÖ lehnt Ausbaupläne für Atomenergie entschieden ab

Ambrozy und Bulfon fordern nachhaltigen Ausstieg aus der Atomenergie und Stopp der finanziellen Unterstützungen für Atomkraftwerke

Klagenfurt (SP-KTN) - Entschieden gegen die jüngsten Pläne in Frankreich und Bayern zum Ausbau der Atomenergie sprachen sich am Samstag der Kärntner SP-Vorsitzende LHStv. Peter Ambrozy und der Kärntner EU-Spitzenkandidat Wolfgang Bulfon aus. "Wir haben mit Krsko eine tickende Zeitbombe vor der Haustüre und wissen wovon wir sprechen, wenn wir kurzfristig schrittweise den Rückzug und langfristig einen Ausstieg aus der Atomenergie fordern", erklärte Ambrozy.

Die Überlegungen der bayrischen CSU-Landesregierung unter Ministerpräsident Edmund Stoiber und die Wiederbelebung der Atomenergie unter der konservativen Mehrheit in Frankreich bezeichnete Ambrozy als "Überlegungen gegen die Menschen und deren Gesundheit sowie als klares Beispiel dafür, wofür das Europa der Konservativen stehe. "Der Versuch der neuerlichen Forcierung der Atomenergie ist für mich eine gefährliche Drohung und ein Rückfall in die energiepolitische Steinzeit", fand der Kärntner SP-Chef deutliche Worte.

"Österreichs Nein zur Atomenergie muss in der EU endlich gehört werden", forderte Wolfgang Bulfon. Die Bundesregierung habe sich bisher nur "durch Schweigen und schwammige Aussagen" zur Atomenergie positioniert und damit eine erbärmliche Performance für Österreich geliefert, so Bulfon. "Die deutliche Mehrheit der Kärntnerinnen und Kärntner ist klar gegen Atomenergie und ihnen will ich in der Europäischen Union Gehör verleihen", sagte Bulfon.

Für die SPÖ und die Mehrheit der SPE bedeute die Atomenergie keine Alternative zu einer anderen Energieform, grenzten sich Ambrozy und Bulfon deutlich von entsprechenden Vorstößen der Konservativen ab. Anders als Schwarz-Blau sprach sich die SPÖ gegen
jede finanzielle Unterstützung von Atomkraftwerken aus. "Wir können zwar nicht von Österreich aus anderen Ländern verbieten, Atomstrom zu produzieren", erklärte Bulfon, "aber wir können dafür sorgen, dass wir Atomkraftwerke von jeder finanziellen Unterstützung ausschließen, und dass wir den Euratom-Vertrag, ein Pro-Atomenergie-Vertrag in Richtung eines Anti-Atomkraft-Vertrages verändern." (Schluss)

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