Wiener Frauenhäuser: Sicherheit von Gewaltopfern nicht gewährleistet!

Opferschutzeinrichtungen brauchen ausreichende Finanzierung!

Wien (OTS) - Auf Grund von Budgetkürzungen für das heurige Jahr und seit Jahren steigenden KlientInnenzahlen sind die Mitarbeiterinnen der Wiener Interventionsstelle nicht mehr in der Lage Klientinnen aus allen Bezirken Wiens beizustehen!

Das Gewaltschutzgesetz aus dem Jahre 1997 und damit in Zusammenhang die Gründung der Interventionsstellen, fand und findet Europaweit Anerkennung! Aufgabe der Interventionsstellen ist es, in den Fällen, wo Gewalttäter aus der Wohnung weggewiesen werden, die Opfer zu beraten und zu betreuen. Dieses Modellprojekt zur effektiven Bekämpfung von Gewalt in der Familie muss einfach ausreichend finanziert werden. Während die Installierung einer Österreichweiten Hotline für Gewaltopfer um 500.000Euro aus dem Ressort des Bundesministers für Justiz scheinbar ohne Schwierigkeiten möglich ist, ist die ausreichende Finanzierung der Opferschutzeinrichtung Interventionsstelle nicht gesichert. Andrea Brem, die Geschäftsführerin des Vereins Wiener Frauenhäuser, stellt sich die Frage: "Wohin werden die Rechtsanwälte dieser Hotline Hilfesuchende schicken, wenn die Interventionsstelle die Opfer aus einigen Bezirken Wiens nicht mehr betreuen kann?"

"Wir arbeiten seit Jahren mit den überaus engagierten Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle zusammen und wissen, wie wichtig diesen die gute Betreuung von Gewaltopfern ist. Wenn die Kolleginnen sich dazu entscheiden müssen, nicht mehr lückenlos alle Klientinnen zu betreuen, dann ist das ein deutliches Alarmzeichen!", so die Geschäftsführerin.

"Die Interventionsstelle in Wien leistet einen wertvollen Anteil in der Bekämpfung familiärer Gewalt in Wien, die lückenlose Arbeit dieser Einrichtung muss gewährleistet bleiben!", so Martina Ludwig, Vorsitzende des Verein Wiener Frauenhäuser. Und weiter "es besteht unseres Erachtens daher dringender Handlungsbedarf seitens des Bundesministeriums für Inneres und des Bundesministeriums für Justiz!"

Die Unterstützung von Gewaltopfern muss in Wien auch weiterhin flächendeckend möglich sein, Opfer von Gewalt gehen uns alle etwas an, die Gesellschaft trägt die Verantwortung für ihre Sicherheit.

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Andrea Brem, Geschäftsführerin
Tel.: 485 30 30
Mobil: 0664/ 145 145 1

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