Heinisch-Hosek: "Rote Karte für Bundesregierung auch von Frauen"

Wien (SK) "Die Beschäftigungssituation der Frauen in
Österreich ist ganz, ganz schlecht, besonders die Situation der jungen Frauen, der Frauen mit kleinen Kindern", stellte SPÖ-Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Freitag im Nationalrat im Rahmen einer Dringlichen Anfrage der Grünen fest. Dies sage nicht nur die Sozialdemokratie, sondern auch die Europäische Kommission in ihrem jüngsten Bericht und die OECD in einer Untersuchung, so Heinisch-Hosek. "Uns ist am allerwichtigsten die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hier in Österreich und in Europa, wir wollen keine Wirtschaftspolitik, die nur große Konzerne fördert, wir wollen eine Wirtschaftspolitik, die Wachstum und Beschäftigung fördert, und unsere sozialdemokratischen Frauen und Männer im Europaparlament haben schon viel erreicht". ****

"In dieser europäischen Union leben 454 Millionen Menschen, 232 Millionen davon sind Frauen, das sind mehr als 50 Prozent. Aber niemand hat heute Bezug genommen auf die Situation der Frauen in Europa und besonders auf die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt", kritisierte Heinisch-Hosek. Die Kommission hebe in ihrem Bericht hervor, dass die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen mehr als 30 Prozent betragen, so die SPÖ-Jugendsprecherin: "Seit sie seit 2000 an der Regierung sind, hat sich da leider nichts verbessert, das muss ich ihnen zuschreiben, dass sie dagegen nichts getan haben", so Heinisch-Hosek in Richtung Bundesregierung.

Der Bericht aus Brüssel attestierte Österreich ein "mangelhaftes" Angebot an Kinderbetreuungsplätzen, sagte Heinisch-Hosek und weiters: "Das Kindergeld an sich wird von der OECD als beschäftigungsfeindlich kritisiert", denn nach zwei Jahren erlösche der Kündigungsschutz. 25.000 junge Frauen könnten wieder in Arbeit gehen, wenn es genug Betreuungsplätze gebe, unterstrich Heinisch-Hosek. "Wenn wir genug Kinderbetreuungsplätze in Österreich hätten, dann hätten wir mehr Frauenbeschäftigung, wenn wir mehr Frauenbeschäftigung haben, dann haben wir auch mehr Vollzeitarbeitskräfte, wir haben weniger Armut, mehr Einnahmen für den Staat, mehr Steuern und somit wieder mehr Geld für Kinderbetreuungsplätze - so schließt sich der Kreis", zeigte sich Heinisch-Hosek überzeugt.

Die Kommission rüge Österreich auch in Hinblick auf die Beschäftigungssituation der Frauen über fünfzig: "diese ist besonders trist", kritisierte Heinisch-Hosek. Auch hier habe die Bundesregierung keine Maßnahmen gesetzt, damit ältere Arbeitnehmerinnen länger in Beschäftigung bleiben, betonte die SPÖ-Nationalratsabgeordnete. Außerdem verliere die Frau auch ihre Notstandshilfe, wenn ihr Partner "ein paar Euro mehr" verdiene, sagte Heinisch-Hosek und ortete "doppelte Bestrafung für ältere Frauen". (Schluss) sk

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