Brandsteidl zu Gehrers "Zukunfts"-Konzept

Konzentration auf die Nebenschauplätze - "Außer Spesen nichts gewesen"

Wien (OTS) - "Nach dem Motto 'ein Schritt vor und zwei zurück' hat Ministerin Gehrer zu Beginn der Diskussion der Zukunftskommission zunächst dazu aufgerufen, innovative und weit reichende Vorschläge zu entwickeln, um jetzt in der Schlussphase anzukündigen, diese doch nicht umsetzen zu wollen. Was übrig bleibt, sind die alten, allseits bekannten Forderungen der ÖVP. Ein 'großer Wurf' ist das sicher nicht - im Gegenteil: Die Kinder werden im Stich gelassen und mit einer ungewissen bildungspolitischen Zukunft konfrontiert. Das Fazit der Arbeit der Zukunftskommission kann ob dieser Ergebnisse nur lauten:
Außer Spesen nichts gewesen", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl am Freitag fest.

Als die eigentlichen Strukturprobleme der österreichischen Schullandschaft bezeichnete Brandsteidl die Nahtstellenproblematik beim Wechsel in andere Schularten, die fehlende gemeinsame Schule der 10- bis 15-Jährigen, die intransparente Form derzeitiger Leistungsbeurteilung sowie die fehlende Reform der AHS-Oberstufe: "Zu all diesen Problemen ist in dem nun Präsentierten fast nichts zu finden. Angesichts dieses Ausweichens vor den wirklich relevanten Themen von 'Qualität' und 'Qualitätssteigerung' zu sprechen, mutet kokett an. Möglicherweise liegt diese fehlende Zukunftsperspektive jedoch auch daran, dass es in Wahrheit niemals um die Zukunft ging, sondern um eine Alibiaktion, die von der tristen bildungspolitischen Gegenwart ablenken sollte."

Brandsteidl abschließend: "Wenn der Applaus der bestellten Claqueure verstummt ist, wird sich zeigen, dass sich mit Gehrers Zukunfts-Konzept nichts an unseren Schulen verändert hat. Die Probleme sind weiter ungelöst und werden immer drängender, je länger sich die Bildungspolitik der Bundesregierung allein auf die Nebenschauplätze konzentriert."
(Schluss) ssr

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