AUVA auf der 7. Weltkonferenz der WHO "Safety 2004" in Wien: Prävention spart medizinische Kosten und menschliches Leid

Wien (OTS) - An einer wirksamen Prävention, also der Verhütung von Unfällen durch intensive Aufklärung, Information und Motivation führt kein Weg vorbei, um das Unfallgeschehen in den Griff zu bekommen. "Die AUVA investiert seit Jahren hohe Beträge - jährlich um die 50 Millionen Euro - in diesen Bereich", betont Komm.-Rat Helmut Klomfar, Obmann der AUVA. "Dementsprechend massiv konnten wir im Bereich der Arbeitswelt die Unfallzahlen absenken".

Erfolgsbilanz der AUVA-Prävention: Arbeitsunfälle seit 1993 um ein Drittel gesenkt - Spitzenposition in Europa

AUVA-Obmann Klomfar verweist auf folgende hervorragende nationale und internationale Erfolgsbilanz der AUVA-Prävention:

  • Obwohl seit dem Jahr1993 ist die Zahl der Arbeitnehmer um etwa 9 Prozent gestiegen ist, ist die Zahl der Arbeitsunfälle um etwa 30 Prozent zurück gegangen, d.h. von 170.000 auf zuletzt rund 115.000 gemeldete Arbeitsunfälle. Im Jahr 2003 sind um 38 Prozent weniger Arbeitnehmer bei ihrer Tätigkeit tödlich verunglückt als ein Jahrzehnt zuvor.
  • Die Präventionsmaßnahmen der AUVA bewirken zusätzlich, dass Österreich im Bereich der Reduktion der schweren Arbeitsunfälle (mehr als drei Tage Krankenstand) auch im internationalen Vergleich eine Spitzenstellung einnimmt, wie jüngste Veröffentlichungen von EUROSTAT beweisen. Zwischen 1998 und dem Jahr 2001 sanken europaweit die Arbeitsunfälle im Schnitt der EU-Staaten um 6 Prozent, in Österreich hingegen um 17 Prozent! Besser als Österreich ist nur Dänemark mit einem Minus von 18 Prozent.

Ein Euro in Prävention investiert spart bis zu sieben Euro an Unfallfolgekosten

Mit ihrer Tätigkeit im Bereich der Prävention verhindert die AUVA aber nicht nur viel menschliches Leid, sondern spart auch dem Gesundheitswesen, den Unternehmen und der gesamten Volkswirtschaft hohe Kosten. "Wir evaluieren jede Initiative im Bereich der Prävention auf ihre Wirksamkeit und erheben dabei regelmäßig beachtliche Einsparungseffekte. Ein Euro investiert in die Prävention, erspart uns bis zu sieben Euro an Kosten für Heilbehandlung, Rehabilitation oder Rentenzahlung", betont Klomfar.

AUVA-Stand auf der Safety 2004

Die AUVA nützt daher die Gelegenheit, auf der "Safety 2004", der 7. Weltkonferenz für Verletzungsverhütung der WHO vom 6. bis 9. Juni in Wien, den Besuchern aus aller Welt auf einem eigenen Stand ihre laufenden Präventionsaktivitäten vorzustellen. Präsentiert werden unter anderem:

  • AUVAsicher - ein Programm zur Unfallverhütung, das speziell auf die Bedürfnisse der Klein- und Mittelbetriebe abgestimmt ist
  • !GIB ACHT - eine Aufklärungskampagne, die sich speziell an junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - Berufseinsteiger und -umsteiger - richtet und in dieser unfallgefährdeten Gruppe in unterhaltsamer Form das Sicherheitsbewusstsein schärfen soll
  • BAUfit - ein Präventionsprogramm für die Mitarbeiter auf Baustellen, die im Vergleich zu anderen Beschäftigten immer noch ein zehnmal so hohes Unfallrisiko haben.

Der Informationsstand der AUVA im 1. Obergeschoß über der Eingangshalle ist während der "Safety 2004" ständig mit den Präventionsexperten der AUVA besetzt.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Wilfried Friedl , AUVA, Sicherheitsmarketing
Telefon: (01) 33 111-530
wilfried.friedl@auva.at

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